Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum

Nach diesem Motto haben wir uns damals am 31.03.2013 auf den Weg gemacht.
Voller Freude und Erwartungen, gleichzeitig aber auch mit dem nötigen Respekt vor dem Ungewissen, vor dem nicht planbaren haben wir unser Daheim verlassen um die Welt mit dem Fahrrad zu erobern.
Der Start damals war ein Aufbrechen in eine für uns andere Welt, gepaart mit einem anderen Lebensrhythmus und einer anderen Lebensweise. Wir haben auf dieser Reise versucht, andere Völker und deren Brauchtümer und Gewohnheiten hautnah mit zu erleben und zu verstehen.
Dabei konnten wir viele schöne Begegnungen geniessen. Wir haben viel Freude erlebt, aber auch viel Leid und Armut gesehen. Die Herzlichkeit der Menschen in vielen Ländern hat uns tief bewegt und die gesehene Armut uns nachdenklich gestimmt.
Die Umweltsünden, die Verschandelung der Natur und der sorglose Umgang vieler Länder mit den natürlichen Ressourcen, haben uns aufgezeigt, dass die Denkweise dieser Menschen zum Teil weit von der unsrigen entfernt ist.
Die vergangenen Monate waren für uns gefüllt mit schönen Erlebnissen, herzlichen Begegnungen und voller Ueberraschungen. Wir haben uns nie bedroht gefühlt und hatten auch nie Angst. Am gefährlichsten war der Strassenverkehr und da brauchte es zwischendurch auch mal die Göttin Fortuna.
Viele liebe Menschen haben uns auf dieser Reise begleitet und sind mit uns in Kontakt getreten. Euch allen nochmals herzlichen Dank.  Für uns war es immer eine Freude, ein paar Zeilen aus der Heimat oder von sonst irgendwo zu lesen. Wir hatten uns vorgenommen, jede erhaltene Nachricht zu beantworten.
Sollte dies nicht gelungen sein, so bitten wir die Betroffenen, uns dieses Versehen zu entschuldigen.

Diese Tour mit dem Fahrrad hat uns sehr viel gegeben und wir sind dankbar, dass wir sie machen durften!

Wir haben diesen Traum gelebt – leider ist dieser nun zu Ende.
Aber nach einem Traum folgt vielfach schon der Nächste……

 

Impressionen Bangkok 16.12. – 21.12.2013

Heute ist vorläufig der letzte Tag in Bangkok. Die Fahrräder und das meiste Reisegepäck sind nun hier bis zu unserer Rückreise in die Schweiz bei Freunden eingelagert.
Morgen Sonntag geht es mit dem Flugzeug nach Chiang Mai. Dort treffen wir unseren Sohn Andre und seine Freundin Andrea die uns besuchen kommen. Mit ihnen zusammen werden wir Laos besuchen. Sohn Benjamin der uns auch begleiten wollte, ist leider durch einen Arbeitsunfall verhindert und kann die Ferien nicht antreten, was uns allen leid tut. Zudem kommen uns im Februar gute Freunde aus der Schweiz besuchen. Auch mit ihnen geniessen wir nochmals Südostasien. Unsere Rückkehr in die Schweiz ist Mitte – Ende März vorgesehen. P1030575
Nun wünschen wir Allen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr und im 2014 nur das Allerbeste.

Bis bald und auf ein Wiedersehen in der Schweiz!

 

 

Kurs auf Bangkok 13.12. – 15.12.2013

Nun haben wir noch 250 km bis zu unserem Ziel in Bangkok vor uns. Unsere Fahrradtour geht also unaufhaltsam ihrem Ende entgegen. Unterwegs treffen wir wieder mal, nach langer Zeit auf Fahrradreisende. Es sind vier Chinesen die von Südchina nach Bangkok und durch Vietnam wieder nach China fahren. Vor einem Einkaufsladen und bei einem kühlenden Getränk tauschen wir interessante Informationen mit ihnen aus.

Wir fahren weiter, das Sonnenlicht wird zunehmend trüber, auf den Strassen herrscht je länger je mehr Verkehr. Beides ein untrügliches Zeichen, dass wir uns Bangkok nähern. Die Reisfelder links und rechts der Strasse haben längst Gebäuden Platz gemacht und gut fünfzig Kilometer vor unserem Ziel haben wir das Gefühl schon mitten in der Grossstadt Bangkok zu sein. Noch sind wir hin und hergerissen, das nicht ungefährliche Unterfangen mit dem Fahrrad in diese Stadt  fahren, sein zu lassen und viel gescheiter ein
Taxi zu nehmen.

Zu viel haben wir an Informationen gesammelt betreffend des Risikos eines solchen Unternehmens. Leider sind es ausschliesslich negative, uns nicht gerade motivierende Berichte. Wir entscheiden uns, dass die Fahrräder uns an Ziel bringen sollen.Noch fahren wir abwechslungsweise auf der Autobahn, dann auf der Hauptstrasse, grad dort wo mehr Platz für uns Velofahrer vorhanden ist. Später werden die Strassen enger, überfüllter, es herrscht ein Gedränge sondergleichen. Der Verkehr ist enorm und es braucht unsere ganze Konzentration, damit wir die Richtige der vielen Strassen wählen. Wir sind froh, leitet uns das Navi. Ohne dieses kleine Gerät hätten wir wohl etliche Mühe diesbezüglich! Wir treffen nach 259 Reisetagen, gesund am King Power in Bangkok ein. Eine Träne läuft dem Schreibenden über die Wange. Es ist eine Glücksträne – wir haben es geschafft, wie eine Wehmutsträne – das Ende einer grandiosen Reise mit dem Fahrrad. Es ist kurz vor Mittag, was am 1.04.2013 in Budapest begonnen hat, endet am 15.12.2013 in Bangkok. Das Ende unsere Fahrradreise „mit dem Fahrrad der Sonne entgegen“.

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Kamphaeng Phet-Nahkon Sawan 07.12. – 08.12.2013

Wir sind nun zwei Tage unterwegs für eine Strecke die wir in drei Tagen zurücklegen wollten. Da wir aber heute, am zweiten Tag,  kein Hotel zum geeigneten Zeitpunkt finden, starten wir durch. Wiederum Reisanbau links und rechts der Strasse. Nun sehen wir frisch angebaute Reisfelder neben solchen die die erst abgeerntet wurden. Unterwegs treffen wir wieder einmal auf einen Lastwagen der sich auf die Seite gelegt hat. Und kurze Zeit später wie aus dem Nichts, kommen wir nochmal an einem Gebirgszug vorbei, der so abrupt endet wie er angefangen hat. Der Khao Pattawi ist 750 m lang und 253 m hoch.
P1030275In Nahkon Sawan beziehen wir ein Hotel. Hier bleiben wir drei Tage, bevor wir uns auf den weiteren Weg machen. Vor uns liegen dann die letzten drei Etappen unserer Reise  „mit dem Fahrrad der Sonne entgegen“. Irgendwie verrückt…..

Chiang Mai -Tak 30.11. – 03.12.2013

Nun haben wir fünf Tage Chiang Mai geniessen können. Ein schönes Städtchen, hier lässt sich gut verweilen. Jetzt ist aber die Zeit gekommen weiter zu fahren. Zudem kehren wir Ende Monat hier her zurück und können diesen Ort nochmals geniessen. Wir fahren auf guter Strasse, die Steigungen werden jetzt immer seltener.

 In Mae Tha fragen wir einen Polizisten nach einem Hotel. Er zeichnet uns eine exakte Skizze mit dem Wegbeschrieb zu einer Unterkunft. Am nächsten Morgen fahren wir weiter Richtung Lampang. Dabei überqueren wir einen sehr kleinen Pass, der den Namen kaum verdient. Dies ist wohl endgültig die letzte ziemliche Steigung auf dem Weg Richtung Bangkok. In Lampang haben wir schnell ein Zimmer gefunden, inkl. Fahrradgarage neben unseren Betten. Die Weiterfahrt ab diesem Hotel wird ein bisschen verzögert. Wir haben bereits alle unsere Gepäckstücke auf den Drahteseln, da steht urplötzlich eine ganze Traube ThailänderInnen neben uns. Und alle wollen dies und das wissen. Ueber uns, über unsere Reise, über unsere Fahrräder und das Gepäck und was wir von Thailand halten. Wir geben ihnen bereitwillig Auskunft und nach zig spannenden Minuten können wir nun losfahren. Die guten Wünsche der Thai Personen nehmen wir dabei gerne mit. Wir haben bereits die Hälfte unseres vorgesehenen Tagespensums hinter uns und machen eine kurze Rast. Da kommt ein Polizeiwagen, P1030201hält bei uns und es steigen drei Beamten aus dem Fahrzeug.Was wollen sie denn? Ganz einfach, sie wünschen ein paar Gruppenfotos mit uns zusammen zu machen.Nach gemachten Bildern und einem kurzen Gespräch verlassen sie uns dankend und verneigend wieder. Nach kurzer Weiterfahrt gelangen wir zu einem Strassenkaffee. Wir halten wiederum und genehmigen uns ein feines schwarzes Getränk. Das Kaffee wird geführt von einem Kanadier, der seit vier Jahren mit seiner thailändischen Freundin hier lebt. P1030206Unsere Weiterfahrt endet in Thoen, hier übernachten wir erneut. Unsere Reise am nächsten Morgen geht bis Tak, einem interessanten Ort. Hier verweilen wir am Ufer des Ping Flusses für 3 Tage. Wir haben angenommen, dass wir hier wiederum auf Touristen treffen werden, sehen uns aber in dieser Meinung getäuscht. Seit Chiang Mai sind wir wieder fernab von jeglichem Tourismus und finden dies echt schön. Der Kontakt mit der einheimischen Bevölkerung ist umso intensiver und herzlicher.