Chillan – Puerto Montt

Noch etwas in eigener Sache: Die Internetverbindungen hier sind so schlecht, dass es kaum möglich ist, die Homepage zu aktualisieren. Wir haben es von Chillan bis Puerto Montt immer und immer wieder versucht. Alle Versuche sind gescheitert! Wir denken, falls es uns gelingt, hier diesen Bericht auf der Homepage zu veröffentlichen, dies vorläufig der Letzte sein wird! Es ist kaum anzunehmen, dass auf den nächsten paar hundert Kilometern durch Patagonien, weniger schlechte Möglichkeiten anzutreffen sind……
Auf Fotobeiträge müssen wir aus diesen Gründen leider verzichten!

Aber irgendwann und aus irgendwo, wird es sicher wieder mal klappen!

Nun sind wir seit zwei Tage in Puerto Montt und warten auf unser Fährschiff, welches uns nach Chaiten bringt.
Die Weiterfahrt ab Chillan nach Los Angeles bringt uns durch relativ dicht besiedeltes Gebiet. Doch nun ändert sich das Bild drastisch. Die Distanzen von Ort zu Ort werden grösser und die Dörfer kleiner. Die Gegend wird bestimmt von der Landwirtschaft.  Wir radeln durch Obst- Haselnussplantagen, sehen Citrusfrüchteplantagen, Erdbeer- sowie Himbeerkulturen, Mais, Getreide, Kartoffeln und Reis. Daneben hat es auch sehr viele und grosse Schaf- und Kuhfarmen.
In Frutillar , einem wunderschönen Ort am Lago Llanquihue, dem zweit grössten See von Chile gelegen, mit Blick auf den aktiven Vulkan Osorno, machen wir Bekanntschaft mit deutscher Kultur. Viele Strassennamen und Restaurants zeugen davon. Diese Stadt wurde, wie auch Puerto Montt von Deutschen gegründet. Zu unserem Glück, treffen wir auf eine alte deutsche Frau, die vor 60 Jahren hierher ausgewandert ist. Mittlerweile ist sie 89 jährig. Sie erzählt uns sehr Interessantes aus ihrem Leben und von Hamburg und Frutillar.

Also in der Nacht vom 26./27.12. um 03.00 Uhr geht’s dann wie gesagt mit der Fähre weiter nach Chaiten. Von dort radeln wir dann ab dem 29.12. auf der Carretera Austral immer südwärts.
Wir sind gespannt……

Santiago – Chillan

Unsere Homepage Aktualisierungen richten  sich je nach Güte der vorhandenen Internetverbindungen. Zum grossen Teil ist eine genügende Leitung leider nicht vorhanden.

Am 1.12. um 08:00 Uhr verlassen wir unser Airport Hotel; unsere Fahrradtour beginnt nun endlich. Damit wir am besten aus der Stadt raus finden, begeben wir uns auf direktestem Weg auf die Panamericana Sur Ruta 5 .

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Aber oh weh, eine mehrspurige Autobahn ohne Pannenstreifen im Stadtgebiet von Santiago de Chile, mit wahnsinnig grossem Verkehrsaufkommen, macht uns das Fahren nicht zum Vergnügen und ist nicht ungefährlich. Nach etlichen Kilometern können wir endlich auf einem Pannenstreifen fahren. Nun weisen uns aber übereifrige Strassenarbeiter von der Autobahn. Wenig später ist Ende der Strasse; wie jetzt weiter? Wir fragen einen dort anwesenden Militär. Der weist uns zu unserem Erstaunen….. wieder auf die Autobahn. Aber uns ist trotz Pannenstreifen nicht wohl auf dieser Schnellstrasse und verlassen, sobald wir können, diese wieder. Aber die Geschichte wiederholt sich immer wieder. Ende Strasse, also wieder rauf auf die Ruta 5, dann wieder runter…..wieder rauf….runter….rauf…

Wir fahren vorbei an Rebkulturen, Haselnussplantagen und vielen weiteren Früchtekulturen. Die Anden sind stets unsere Begleiter, wenn auch nur in relativ grosser Entfernung.

Die Strecke von Santiago bis Chillan, unserem derzeitigen Standort, ist landschaftlich nicht sehr spektakulär, aber zum Einfahren gut geeignet.

Bis jetzt hat uns der Wind, mit einer Ausnahme verschont. Aber während diesem einen Mal, hat er umsomehr zugeblasen, so dass wir aus einer Tagesetappe, kurzerhand eben zwei machen.

Und ja, den Sommer haben wir engültig gefunden, meistens geniessen wir sonniges Wetter mit einem Temperatur Tagesspitzenwert von 35 Grad Celsius.