Pulau Langkawi – Singapur – Batam 08.02. – 22.02.2016

Meine Zeit auf Pulau Langkawi ist vorbei, gerade rechtzeitig. Sie sind gekommen, die Chinesen. Alle! Sie wollen das chinesische Neujahr feiern. Das tun sie und wie! Mit einem weinenden und einem lachenden Auge nehme ich die Fähre zurück aufs Festland. Nun geht’s weiter südwärts, landschaftlich recht monoton. Die Temperaturen sind immer so gegen 35 Grad Celsius und die Luftfeuchtigkeit über neunzig Prozent. Was ich an Flüssigkeit oben rein schütte entweicht innert kürzester Zeit durch die Poren.
Wie bin ich froh, dass das Wetter zwischendurch ein Abkühlung bringt. Ich fahre zwei Regentage ein, die Temperaturen stürzen in den Keller…Es ist nur noch ca. 30 Grad warm, dafür noch eine Spur feuchter. Nun stehe ich vor den Toren vor Singapur, mal schauen wie es weiter geht.   


Singapur hat mir die Antwort gegeben. Mit dem Fahrrad auf Singapurs Strassen – lieber nicht mehr. Nun fahre ich an den Hafen dieser Stadt, ergattere mir ein Schiffsticket auf die indonesische Insel Batam. Auf Batam werde ich zwei Tage sein und anschliessend solls rüber gehen auf Sumatra.   

Stürme stürmischer als Stürme 25.01. – 02.02.2016

Schon ist die Zeit abgelaufen auf Koh Samui. Ich habe mich in dieser Zeit gut erholt und fühle mich wieder fit. Heute geht’s mit der Fähre zurück aufs Festland. Die Wetterprognosen verheissen nichts Gutes. Und wirklich, ich bin kaum losgefahren, so fängt es an zu regnen, nicht zu stark und vor allem nicht lange. Nach paar km Fahrt, habe ich das Gefühl, dass ich etwas in der Hosentasche habe, das nicht dorthin gehört. Und siehe da, der Hotelschlüssel will offenbar auch mit mir auf Reisen. Aber das geht natürlich nicht, so kehre ich um und überreiche dem überglücklichen Personal dort, den Schlüssel. Trotz allem erreiche ich die neun Uhr Fähre, verladen, paar Minuten warten und schon geht’s los. Wir haben schon gut die Hälfte der Ueberfahrt hinter uns da wird es extrem. Ein heftiges Gewitter, starke Sturmwinde und Monsunregen machen mit unserem Schiff was sie wollen. Es wird fast Nacht. Ich muss gestehen, ich habe mich auf dem Wasser schon wohler gefühlt. Wie bin ich froh, als wir am anderen Ufer anlegen, für den Kapitän eine schiere Meisterleistung. Ich schiebe mein Fahrrad vom Boot und suche Unterschlupf, soweit es geht, unter einem vorstehenden Dach. Es ist Weltuntergangsstimmung, an ein Weiterfahren ist nicht zu denken. So warte ich halt hier, bis das Ganze sich verflüchtigt. Und ich warte und warte. Nach über drei Stunden, der Regen und die Winde haben nachgelassen, entschliesse ich mich, die Regenklamotten zu setzen. Ich muss ja noch weiter und irgendwo auch noch ein Nachtlager finden. Zum meinem Glück dauert es nicht allzu lange und ich finde eine Unterkunft. Die weiteren Tage sind wieder geprägt von schönem Wetter, ich fahre meistens der Meeresküste entlang. Es gibt Traumstrände hier. Fernab vom Tourismus. Oder besser gesagt, es würde diese geben. Leider hat das genannte Unwetter Strassen über- und unterflutet, das Meer ist auch noch nach Tagen aufgewühlt und die Strände laden nicht zum Baden ein. Bald stehe ich an der Grenze zu Malaysia, Fingerprint und Passstempel und schon bin ich in diesem Land. Völlig unkompliziert. Nun nehme ich ein Schnellboot auf Pulau Langkawi. Hier werde ich mir wieder ein paar Tage „Auszeit“ gönnen.