Fahrt durch die Karpaten 07.04. – 12.04.2013

Von Khust geht’s durch das Karpaten-Gebirge. Zuerst steigt die Strasse nur wenig an, mit kleinen Zwischenrampen, aber es zieht sich. In Rhakiv nach über 100 km Fahrt, schlagen wir unser Nachtlager auf. Am nächsten Morgen geht es dann richtig zur Sache. Wir sind noch keine Stunde unterwegs fängt es ein weiteres Mal an zu Regnen und es ist bitter kalt dazu. Die Strasse fängt an sich nach oben zu winden, Kehre um Kehre und es wird noch kälter. Wir werden nass von innen und dazu von aussen. Oben auf dem Pass angekommen sind wir fast durchgefroren. Nichts hält uns hier, rasch wieder auf der anderen Seite runter bis nach Yaremche, wo wir ein Hotelzimmer beziehen. Bis jetzt haben wir von den Karpaten nur Nebel und Regen zu Gesicht bekommen. Am anderen Morgen, wir trauen unseren Augen kaum, scheint die Sonne und es hat letzte Nacht bis auf 750 Meter hinunter geschneit. Wir fahren los, so macht es Spass auf dem Fahrrad die Gegend zu durchfahren und zu geniessen. Langsam verlassen wir die Karpaten, von einer letzten Anhöhe können wir nun endlich mal das Gebirge sehen, welches in gewissen Belangen eine Aehnlichkeit mit unserem Juragebirge hat. In Zabolotiv machen wir Nachthalt. Am nächsten Morgen wieder das andere Bild. Es regnet bis kurz vor Mittag. Wir fahren bis nach Chernivtsi und buchen hier ein Hotel für zwei Nächte.

Ungarn 01.04. – 06.04.2013

Der Wettergott meint es am ersten Tag gut mit uns. Wir starten in Budapest bei trockenem Wetter, bewölkt zwar, aber immerhin zeigt sich ab und zu die Sonne. Die Temperatur lässt allerdings zu wünschen übrig. Jaszbereny einem Ort mit immerhin 28‘000 Einwohner bestätigt was wir bereits aus dem Internet wissen: Hotels Fehlanzeige! Immerhin finden wir doch noch eine schmucke Pension. Wir sind heute gut vorangekommen. Doch schon am zweiten Tag ändert sich die Wettersituation. Es ist bewölkt und ein sehr starker kalter Gegenwind bläst uns entgegen. Es bleibt vorerst trocken zwar, aber wir haben einen der uns nicht gewähren will, so kommen wir nur schleppend voran. Im Verlaufe des Nachmittags setzt der Regen ein, der uns in den kommenden Tagen der ständige Begleiter sein wird. In Tiscafüred buchen wir wiederum in einer Pension. Es hat die ganze Nacht geregnet, aber wir können am nächsten Morgen ohne Regenschutz losfahren. Bis zum Mittag und dann ist fertig lustig. Es regnet zum Teil wie aus kübeln, viel Land der ungarischen Tiefebene ist überflutet. In Debrecen finden wir ein gutes Hotel, dort bleiben wir zwei Nächte. Am nächsten Tag beabsichtigen wir die Stadt zu besichtigen, aber die Kälte und der Regen bringen uns dazu, das Vorhaben erst gar nicht in Angriff zu nehmen. Heute ist der vierte Fahrtag angesagt, das Wetter will bis zum Mittag ohne Regen stattfinden, ab Mittag ist wieder Regen angesagt. Und so kommt es auch. Wir singen das Lied „nach äm Räge schynt d’Sunne…“ in abgeänderter Form: „nach äm Räge da schiffet’s, nach äm schiffe da seickt’s…“! In Mateszelka buchen wir für eine Nacht in einer Pension. Der Wirt sagt uns, dass sie seit über einem Monat jeden Tag Regen gehabt hätten. Am darauf folgenden Morgen regnet es immer noch, aber just zu unserer Abfahrt hört der Regen auf. Entgegen den Wetterprognosen können wir heute, ohne von oben herab nass zu werden in unsere Pedale treten.

Grenzübertritt in die Ukraine. Es wird alles sehr militärisch abgewickelt. Lange Auto- und Veloschlangen stehen und warten auf die Kontrollen. Wir überholen alle und werden auch prompt relativ zügig den üblichen Prozeduren unterzogen. Nach einem ersten grimmigen Beamten, der unsere Pässe von vorne nach hinten und von hinten nach vorne inspiziert, kommen wir nach 50 m zum zweiten Kontrolleur der winkt uns durch. Danach kommen wir zum dritten Posten, dort stehen sich die Beamten fast im Wege. Eine Beamtin sitzt im Kontrollhäusschen und durchleuchtet unsere Pässe wieder. Sie hat 4 Sterne auf den Achselpatten, ist demnach im Rang etwas höher. Sie gibt unsere Namen auch noch am Computer ein, ob wir allenfalls international zur Fandung ausgeschrieben sind. Danach gibt sie uns freundlich die Papiere zurück, mit einem Lächeln und einer Kontrollnummer. Wir müssen diese Nummer nach weiteren 200 m, streng abgesperrten Weges einem weiteren Beamten abgeben. Nach ca. 30 Minuten Bürokratie und Kontrollen sind wir endlich in der Ukraine.
Von hier aus geht die Fahrt weiter auf ukrainischen Strassen, die mehr an einen löchrigen Emmentaler Käse erinnern. Wir kommen so langsam aber sicher an die ersten Ausläufer der Karpaten. http://de.wikipedia.org/wiki/Karpaten

In der Stadt Khust nehmen wir uns ein Hotel, mit dem Namen Vip-Hotel. Wir werden den morgigen Sonntag hier in dieser Stadt verbringen und erst am Montag wieder weiter fahren. Hoffentlich dann bei Sonne und Wärme!

Sumiswald-Budapest

Nachtzug nach Budapest

Der Abschied auf dem Bahnhof Sumiswald von lieben Freunden ist kurz aber intensiv. Beim Umsteigen auf dem Bahnhof in Burgdorf werden wir nochmals von zwei Kolleginnen verabschiedet. In Zürich warten wir auf den Nachtzug nach Budapest. Im ganzen Bahnhofareal ist es bitter kalt. Endlich finden wir eine geheizte Ecke, wo uns das Warten ein bisschen angenehmer gemacht wird. Pünktlich um 22:40 Uhr verlassen wir mit dem Nachtzug die Stadt Zürich. Wir haben ein 2er Couchette Abteil, der Schlaf siegt sofort über unsere Müdigkeit. Kurz vor Wien erwachen wir, wo gehen wir eigentlich hin? Zum Skifahren…? Schnee nichts als Schnee, so weit das Auge reicht! In Wien müssen wir unsere Fahrräder in einen anderen Wagon stellen. Es ist kalt, bitter kalt und es schneit noch immer! Wir sitzen im Zug nach Budapest, der Schnee geht in Regen über und die Felder sind nun auch grün, nicht mehr weiss. Wir sind in Budapest angekommen und gehen direkt in unser Hotel, nähe Bahnhof. Hoffentlich lässt uns Petrus für morgen Montag nicht im Stich, damit wir einigermassen bei trockenem Wetter starten können?!

Nun ist es so weit. Unseren Traum, unsere Vorbereitungen setzen wir nun um. Wir sind in der schönen Stadt Budapest angekommen. Ab hier setzen wir unsere Reise fort, die wir im August 2011, also vor nicht mal 2 Jahren, hier unterbrochen haben.

Es geht los

Nun haben wir uns definitiv von lieben Personen für eine längere Zeit verabschiedet. Heute Mittag werden wir von unseren lieben Freunden und Nachbarn Ursula und Res kulinarisch verwöhnt. Ursula das Essen war einfach so was von herrlich! Gäu Res, nimm es mir nicht übel, aber  dieses Mal hat dich deine Frau glatt übertrumpft! Nochmals vielen, vielen Dank für eure Gastfreundschaft und Danke, dass es euch gibt…..

Leider zeigt sich das Wetter heute einmal mehr von der aller übelsten Seite, ist einfach des Frühling nicht würdig! Die Foto, so sollte man meinen zeigt einen Wintertag. Nein, es ist der Tag unserer Abreise. Notabene der 30. März…..

2013_03_30_Start

Visen für Russland und Kasachstan

Heute haben wir nun auch die kasachstanischen Visen erhalten. Nun haben wir also die russischen Visen mit der Möglichkeit zweimal einzureisen.
Die zweite Einreise werden wir nicht beanspruchen müssen. Die kasachstanischen Visen erhielten wir glücklicherweise für eine Gültigkeit von 3 Monaten, aber nur mit einmaliger Einreise. Eine 2 malige Einreise wäre ideal gewesen, aber mit der erhaltenen Variante können  wir auch leben.

Abschied

Es ist Samstag, 16. 03.2013. In 2 Wochen geht’s los auf unsere Tour! Unsere lieben Freunde und Bekannten sind heute bei uns und wir feiern zusammen Abschied. Bis in die frühen Morgenstunden geniessen wir unser vorläufig letztes Zusammensein. Wir, Elisabeth und Fritz möchten es nicht unterlassen, an dieser Stelle unserer Freude über das gelungene Fest Ausdruck zu geben und ALLEN unseren herzlichen Dank auszusprechen für das fröhliche Zusammensein und die vielen schönen Ueberraschungen. Am Sonntag werden mit Bestimmtheit, die Eine oder der Andere ein kleines oder grösseres Brummen im Schädel verspüren. Und falls jemand nicht sicher ist, wo denn dieses Brummen herkommen könnte: Auslöser könnte ja auch aufkommender Föhn sein….

Impressionen vom Fest:

 

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Visen

Die Visengesuche Russland haben wir am 14.02.13 auf der russischen Botschaft in Bern deponiert. Am 4.03.13 werden wir die Visen abholen können, danach werden wir die Gesuche für Kasachstan  auf der kasachstanischen Botschaft deponieren. Die Visen für  China können wir nicht vor Antritt unserer Reise beantragen, dies ist max. 50 Tage vor der Landeseinreise möglich. Somit müssen uns diese Dokumente von einer 3. Person beschafft werden und uns auf die Schweizer-Botschaft nach Bishkek nachgesandt werden.

Es geht voran

Schon sind wir im Monat November. Der Sommer (wenn man überhaupt von Sommer sprechen kann) ist viel zu schnell vorbei gegangen. Unsere Planung schreitet planmässig voran. Die meisten Ausrüstungsgegenstände haben wir uns nun angeschafft. Gewisse Ergänzungen des Materials werden sich aber sicher noch ergeben. Es ist kaum zu glauben, in gut vier (4!) Monaten werden wir auf die grosse Reise aufbrechen. Die Vorfreude ist riesengross.

Mit dem Fahrrad ans Ende der Welt