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Wildlife VS Idioten 01.07.2019

Unsere weitere Reise führt uns von Banff Richtung Süden, immer wieder an schönen Landschaften vorbei. In Fernie können wir den imposanten Berg „Three Sisters“ bestaunen.
Nun besuchen wir noch ein Traumseelein, der für uns zwei zum Albtraum wird. Der See ist nicht so gross und wir wollen zu Fuss rund um das Wasser. Wir kommen nicht weit, da ist der Wanderweg mit einem Band gesperrt. Daneben steht ein Schild, dass sich Wildlife im Gebiet befinde und darum der Weg nicht benutzt werden darf. Das Warnung ist mit Datum 28./29.06. Mein Cousin will die Absperrung ignorieren und weiter gehen. Ich weigere mich und so gehen wir die andere Richtung dem See entlang welche nicht abgesperrt ist. Wir geniessen die wunderschöne Natur, die Stille und die Einsamkeit. Nach etlicher Zeit kommen wir wieder an ein Verbotsschild das Gebiet zu betreten. Das Absperrband liegt am Boden. Was nun? Wir müssen umkehren. Nein, da gehen wir durch, das Schild ist ja vom 28./29. sagt mein Begleiter und heute ist übrigens der 1. Juli. Nein, es ist zu gefährlich sage ich. Na komm, ist kein Problem ist die Antwort. Und so ignorieren wir Esel das Warnschild und gehen weiter.
DAS HÄTTEN WIR BESSER NICHT TUN SOLLEN!
Ich hinter meinem Cousin, mir ist nicht Wohl bei der Sache.
Da, plötzlich ein Geräusch, brechende Äste im Unterholz, Tritte. Ich renne los ohne mich umzudrehen, von 0 auf 100 in 1 Sekunde, renne an Edi vorbei. Genau jetzt realisiert dieser was geschieht und folgt mir. Jetzt schaue ich ein erstes Mal zurück, was denn hinter mir los sei. Keine 10 Meter hinter uns verfolgt uns eine Mutter Moose (Elchgattung) mit 2 Jungen. Diese Tiere werden ausgewachsen 2.10-2.30 Meter gross. (Schulterhöhe) Wir rennen an den See, Puls auf 200, Ende Weg. Wie weiter? Die Moose bleibt stehen, alle 3 gehen ins Unterholz. Sie fixieren uns mit den Augen. Wir können nicht zurück. Die Mutter ist in Angriffsposition und wir haben die Hosen voll! Wir klammern uns an Äste und Zweige und gehen am Seeufer, halb trockenen Fusses in die Richtung die wir gekommen sind. Oben stehen die Tiere. Hoffentlich bleiben sie dort. Schwimmen würde uns nichts bringen, Moose schwimmen besser als wir und können mehrere Meter tief tauchen! Es gelingt uns, die Tiere nicht wieder auf Angriff zu stimmen und so kommen wir nach einer gefühlten Ewigkeit, weiter vorne wieder in unseren Weg. Nochmals schauen wir kurz zurück, ob uns kein Tier folgt und verlassen diese Gegend sehr, sehr schnell. Schneller wäre nur der Blitz.
Und was lernen wir daraus: Ignoriere NIE eine solche Warntafel. Man(n) wüsste es ja, eigentlich!

Und nein, Fotos von obiger Situation gibt es keine. Warum?

Fort Nelson 22.-23.062019

Fort Nelson ist eine Gemeinde in der kanadischen Provinz British Columbia. Die Stadt ist Hauptort des Northern Rockies Regional District und liegt östlich der Rocky Mountains in der Peace-River-Region am Alaska Highway . Die Fahrt auf diesem geschichtsträchtigen Highway ist sehr abwechslungsreich. Zum einen die Landschaft und zum anderen das Wetter. Am Vormittag nur Regen, wir sind jetzt in British Columbien, hier gehört Regen zur Normalität. Nachmittags zeigt sich doch wieder die Sonne. Wir treffen auf die ersten Schwarzbären

und Büffelherden.