Kirgistan und geniessen 04.08. – 6.08.2013

Wir haben noch 250 km und etliche Steigungen vor uns, bis wir an der chinesischen Grenze eintreffen. Der erste Abschnitt nach Osch ist angenehm zu Fahren. Immer gleichmässig moderat steigt die Strasse und wird erst in den letzten Kilometern auf den C’iyiyrchyk-Pass 2‘389 m.ü.M. zur Herausforderung. Da es hier oben so schön ist, beschliessen wir kurzerhand, die Abfahrt nach Gülchö erst Morgen unter die Räder zu nehmen. Wir können unser Zelt neben einer Jurte aufstellen, mit besster Aussicht auf das darunter liegende Tal. Wie könnte ein neuer Tag besser beginnen, als bei schönstem Wetter auf einer guten Passstrasse 20 km ins Tal runter zu brausen. Kaum sind wir im Sattel sind wir auch schon unten in Gülchö. Wir fahren durchs Dorf und finden ein Cafe wo wir uns für das nächste Weiterfahren mit einem ausgiebigen Frühstück versorgen. Frisch aufgetankt fahren wir weiter, Richtung Sary Tasch. Wir treffen dabei auf drei Schweizer aus der Innerschweiz, die den Pamir Highway hinter sich haben. Sie sind des Lobes voll über diese Strecke. Die Etappe nach Sary Tasch ist anstrengender als gedacht und wir sind froh, endlich im kleinen Nest anzukommen. Der Ort ist wunderschön gelegen auf einem Hochplateau, umrahmt vom Pamir Gebirge. Eine Nachtunterkunft finden wir rasch, Uebernachtung mit Abendessen und Frühstück zu einem guten Preis. Wir haben gut geschlafen, das Frühstück zu uns genommen und fahren los um bis kurz vor die chinesische Grenze zu radeln. Dieser Abschnitt ist einer der Schönsten, während unserer bisherigen Reise. Wir fahren auf einer Hochebene auf ca. 3100 Meter über Meer gelegen. Vor uns die Strasse, Verkehr hat es keinen und rechts von uns das Pamir Gebirge mit den Siebentausendern. Unsere Herzen schlagen jetzt nicht nur vom Pedalen schneller, auch unsere Augen vermitteln den Herzen höhere Schlagzahlen. Die Strasse steigt ständig und wird auf den letzten Metern bevor es runter geht, zum echten Leckerbissen. Auf dem Irkeshtam-Pass 3‘775 Meter über Meer, machen wir halt uns saugen nochmals dieses herrliche Bild in uns auf. Unter uns die Hochebene, über uns das Pamir Gebirge, leider ein wenig in den Wolken und vor uns die bevorstehende Abfahrt Richtung Erkeshtam. Wir geniessen diesen Augenblick! Nun geht es auf guter Strasse rasend abwärts, irgendwo machen wir nochmals einen Halt und geniessen etwas Essen und die Berge. Bald kommen wir bei einem kirgisischen Checkpoint vorbei, müssen die Pässe vorweisen und können weiterfahren. Zuerst nochmals einen kleineren, aber sehr steilen Pass, dann wieder abwärts. Oberhalb Erkeshtam biegen wir von der Strasse ab und stellen unser Zelt. Unser Navi gibt uns die Höhe von immer noch 3‘100 Meter an. Noch bei Sonnenschein, es ist sehr warm, machen wir uns ein feines z’Nacht. Wir sind die Einzigen hier, wir, die Natur und der Himmel. Welch Kulisse! Welch schönes Land! Und doch werden wir dich verlassen…

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