SÜDAMERIKAREISE VOM 28.12.2010 - 31.01.2011

Bolivien

Tag 01 28. - 29.12.2010 ZÜRICH-LIMA-LA PAZ

Wir sitzen im Zug nach Zürich-Kloten. Um 16:50 Uhr werden wir dort an Bord einer Swiss Maschine unsere Reise nach Südamerika starten. Es sind Schneefälle angesagt und prompt fallen schon die ersten Flocken. Können wir überhaupt starten ist unsere bange Frage. Das Einchecken im Flughafen geht reibungslos über die Bühne. Und prompt kommt auch schon die Meldung, dass unser Flug mit über eineinhalb Stunden Verspätung starten wird. Wir sitzen im Flugzeug und um 18:30 Uhr können wir endlich abheben Richtung Madrid, unserem ersten Zwischenhalt. In Madrid haben wir genügend Zeit um vom Terminal 2 ins Terminal 4 zu gelangen, unserem Startterminal Richtung Lima. Pünktlich mitten in der Nacht um 01:15 Uhr fliegen wir an Bord einer Iberia Maschine Richtung Lima. Der Flug verläuft ruhig und am nächsten morgen um um 07:30 Uhr ortszeit landen wir in Lima. Hier warten wir auf unseren Anschlussflug nach La Paz unserem Zielflughafen. Um 11:10 Uhr geht's los, via Santa Cruz nach La Paz wo wir um 16.30 Uhr landen. Wir steigen aus dem Flugzeug und bekommen auch gleich zu spüren, dass wir uns nun auf 4'000 m über Meer befinden. Martin und Lea erwarten uns schon, aber zuerst sind noch die Zollformalitäten zu erledigen. Aber auch dies geht ohne grosse Probleme über die Bühne. Das Wiedersehen nach über einem Jahr ist riesengross und die beiden werden uns sicher in den nächsten Tagen noch viel über erlebtes zu erzählen haben.

Tag 02 29.12.2010 LA PAZ

Unser Taxi bringt uns direkt vom Flughafen zu unserem Hostal Naira. Während der Fahrt kaue ich die ersten Cocablätter, die für solche Höhen von den Einheimischen gelobt und auch angepriesen werden. Das Hotel ist noch auf einer Höhe von 3'600 m über Meer gelegen. Die Reception ist im ersten Stock, aber die kurze Treppe hat uns alles abverlangt. Stufe um Stufe und ganz langsam haben wir den ersten Stock mit gut hörbaren Atemzügen erklommen! Das Hotel macht uns einen guten Eindruck und die Zimmer sind sauber. Nach dem Zimmerbezug essen wir noch was, dazu wird eifrig erzählt und zugehört von den vergangenen 14 Monaten. Müde und zufrieden legen wir uns ins Bett und erwarten den nächsten morgen.

Tag 03 30.12.2010 LA PAZ

Wir besichtigen La Paz. Kopfweh ist unser ständiger Begleiter. Das Gehen fällt schwer in den steilen Strassen von La Paz. Die Höhe! Wir brauchen wohl noch paar Tage bis wir uns einigermassen anklimatisiert haben, hoch in den Anden. La Paz ist eine sehr interessante Stadt. Leider sind z. Zeit überall Demonstrationen, so auch in La Paz. Alle wichtigen Zufahrtsstrassen sind gesperrt und wir sind so an einer unmittelbaren Weiterreise verhindert. Der Grund ist eine Benzinpreiserhöhung von 50% , über Nacht erhoben von Staatspräsident Morales.

Hier steht der Alternativtext

LA PAZ 3'200 - 4'100 m.ü.M.

Tag 04 31.12.2010 LA PAZ

Auch heute verbringen wir den ganzen Tag in La Paz. Sehen viele schöne Sachen in den hunderten von kleinen und noch kleineren Läden. Gehen hier was trinken und erkundigen uns dort, ob wir die Stadt bald verlassen können. Im Moment sieht es danach aus, dass die Demonstrationen nicht mehr allzu lange dauern würden. In Abänderung unseres Reiseprogramms gehen wir einen Anbieter suchen für unsere eigentlich erst später geplante Mountainbiketour Todesstrasse. Am Abend wollen wir noch den Silvesterabend feiern. Ab 21 Uhr sind aber schon sämtliche Restaurants zu und ganz La Paz befindet sich auf den Strassen. Petarden und Raketen werden schon lange vor Mitternacht gezündet. Es ist die Hölle los.

Tag 05 01.01.2011 LA PAZ

Heute am Neujahrstag geniessen wir noch einmal La Paz. Gemäss allgemeinen Informationen sollen ab morgen die Demonstrationen eingestellt werden, da Präsident Morales den Benzinpreis wieder gesenkt hat! Am späteren Nachmittag buchen wir bei einem Anbieter die Mountainbiketour auf "The most dangerous road in the world the death road." Die gefährlichste Strasse der Welt, oder Todesstrasse wie sie auch genannt wird wollen wir uns nicht entgehen lassen.

Tag 06 02.01.2011 DEATH ROAD

Tag 07 03.01.2011 LA PAZ

Den heutigen Tag verbringen wir nochmals in La Paz. Wir buchen eine 3-tägige Tour. Um diese antreten zu können fahren wir heute abend mit dem Nachtbus nach Uyuni. Um 19 Uhr soll die Fahrt beginnen, die uns in 12 Stunden an unseren Bestimmungsort bringen soll. Endlich um 20 Uhr geht's los. Zuerst ist die Reise noch ziemlich ruhig, aber je später es wird, je unruhiger wird die Fahrt. Es ist längst keine Strasse mehr, unsere Route gleicht eher einem Bachbett.Obwohl wir einen Camabus (Schlafbus) gebucht haben, ist dieser wohl eher ein Semi Camabus. Es fällt uns schwer, die Augen zu schliessen. Die ewigen Schlaglöcher sorgen dafür, dass die Müdigkeit aus unseren Körpern geholpert wird. Um 02 Uhr gibts endlich den ersten Halt, verbunden mit der Möglichkeit in einem Einkaufsladen im Ort, sich etwas Zwischenverpflegung zu besorgen. Am nächsten morgen um 08 Uhr kommen wir in Uyuni an.

Tag 08 04.01.2011 SALAR DE UYUNI

Hier steht der Alternativtext

SOLAR DE UYUNI

Wir befinden uns in Uyuni dem Ausgangspunkt unserer 3-tägigen Wüstentour. Wir warten auf unseren Fahrer und seine Frau als Begleiterin welche unterwegs für unsere Verspflegung zuständig sein wird. Um 10 Uhr ist es endlich so weit. Mit der in Bolivien üblichen Verspätung erscheint unser Fahrer mit allradgetriebenem Fahrzeug. Wir laden unser Gepäck und los geht's Richtung Salar de Uyuni, dem mit über 10'000 km2 grössten Salzsee der Welt, auf der Höhe von 3'650 Metern gelegen.Auf der Anfahrt kommen wir bei einem Eisenbahnfriedhof vorbei. Die z. Teil über 100 Jahre alten Züge sind ein Ueberbleibsel des Silberbooms als hier im nahen Gebirge Silber abgebaut wurde. Nun sind wir am See. Wir staunen über die Grösse, die gleissende Helligkeit ist imposant. In der Nähe befindet sich eine Salzabbauanlage. Wir fahren mit unserem Fahrzeug auf den Salzsee hinaus, immer gerade aus, Richtung der Insel Incahuasi. Die Insel ist überwachsen mit z. Teil riesigen, über 1'200 Jahre alten Säulenkakteen. Wir besteigen den höchsten Punkt der Insel, staunen über die Kakteen und sehen rund um uns die riesige weisse Fläche des Salzsees. Bevor wir weiter fahren, kocht uns die "Köchin" ein feines Essen welches uns sehr mundet. Wir fahren weiter, nein wir fliegen fast eher, unser Chauffeur hat den Turbo eingeschaltet. Vor uns ist noch eine langer Weg bis zu unserer Unterkunft. Endlich und 193 km später kommen wir an und erleben eine Ueberraschung. Unser gebuchtes und bezahltes Zimmer ist besetzt und es gibt vorerst ein längerer Wortwechsel bevor die Bewohner den Schlag (das treffendere Wort) räumen und ihn für uns frei machen. Das Nachtessen wird uns in einem anderen Raum serviert. Zu allem Unglück versagt auch noch der Strom seinen Dienst und es wird finster. Zum Glück haben wir unsere Taschenlampen dabei und können so doch noch bei Licht das Essen geniessen.

Unsere Tour beginnt mit der Fahrt durch die Uyuni Wüste

Tag 09 05.01.2011 Wüstentour Tag 2

Um sieben Uhr schon gibt's Morgenessen. Um 8 Uhr fahren wir los durch sandiges Wüstengebiet. Wir kommen an diverse Lagunen vorbei, sind am Fusse eines ruhenden Vulkans, sehen den aktiven Vulkan Ollague der hälftig auf chilenischem und bolivischem Boden sein Räuchlein gegen Himmel lässt. An einer Laguna machen wir unseren Mittaghalt, wir werden von unserer Köchin mit bestem Essen verwöhnt. Nach knapp 2 Stunden fahren wir weiter Richtung Süden. Wir kommen an der Laguna Colorada vorbei unserem letzten Halt bevor wir in ein kostenpflichtiges Naturschutzreservat einfahren. Bereits sind wir in unserem Uebernachtungshaus. Wir beziehen unsere Zimmer, duschen kalt (nicht alle) da kein Warmwasse und gleich gibt's das Nachtessen. Bereits um 21 Uhr gibt's Nachruhe.

Tag 10 06.01.2011 Wüstentour Tag 3

Nach kurzem Frühstück geht's bereits um halb sieben weiter. Die Nacht war kalt, der Inhalt der im Fahrzeug liegen gelassenen Getränkeflaschen ist zu Eis erstarrt. Nach paar Minuten Fahrt treffen wir auf einen liegen gebliebenen Jeep, offenbar ein grösserer Schaden. Ein Mitfahrer muss unbedingt an die chilenische Grenze, auf den dort wartenden Bus. Aber so hat er keine Chance und da wir noch über einen freien Platz verfügen, kann der Australier mit uns mitfahren. Bald kommen wir bei den Geysiren Sol de Mañana, Sonne des Morgens auf 4.850 m Seehöhe vorbei. Hier steht der Alternativtext Hier brodelt, speit und raucht die Erde und es stinkt nach Schwefel. Welch unwirtliche Gegend hier. An der Grenze zu Chile angekommen verabschieden wir unseren Fahrgast, der sich herzlich für die Fahrt bedankt. Und sein Bus ist auch schon hier! Unsere Weiterfahrt führt uns zu der Laguna Verde, kommen vorbei an Thermalquellen wo das Wasser mit 35o Celsius aus der Erde tritt. Wir machen hier einen Badestopp, aber von uns hat niemand so richtig Lust auf das Baden. So geht's weiter, immer weiter durch die Wüste und gegen 18 Uhr sind wir wieder zurück in Uyuni. 3 erlebnisreiche und schöne Tage in der Wüste gehen zu Ende. Wir verabschieden unseren Fahrer und seine Frau, gehen etwas Essen. Um 20 Uhr fährt bereits wieder unser Nachtbus zurück nach La Paz. Auch diesmal schüttelt und rüttelt die Strasse unseren Bus samt Insassen. Schlafen wollen wir, aber so ist das ein Ding der Unmöglichkeit! Eines ist sicher: Auch so wird es morgen werden.

Tag 11 07.01.2011 LA PAZ

Es ist 07.15 Uhr in der Frühe und wir fahren mit dem Bus in La Paz ein. Um 10 Uhr können wir endlich wieder unser Hotel beziehen. Nun ist duschen angesagt, mit viel Wasser spühlen wir den Wüstenstaub von unseren Körpern. Den heutigen Tag verbringen wir mit Wäsche waschen, Besuch des Internets, einkaufen, Restaurants besuchen, sightseeing von La Paz.

TAG 12 08-01-2011 COPACABANA   (Fotogalerie)

Um 7.30 Uhr geht's los mit dem Bus Richtung unserer nächsten Station Copacabana am Südufer des Titicacasee gelegen. Nach 3 Viertel der Fahrzeit kommen wir zu einer See-Enge, die den oberen Teil mit dem unteren Teil des Titicaca-See verbindet. Wir sind erstaunt, als wir am Titicaca-See durch den kleinen Ort Estrecho de Tiquina fahren. Viele andere Busse sind vor uns und alle Personen müssen aussteigen. Gut wir laufen mit dem Pulk mit und kaufen uns Bootstickets für die Überfahrt mit einem kleinen Personenboot. Diese fahren im Minutentakt hin und her und benötigen rund eine ¼ Stunde für rüber. Abenteuerlich anzusehen, wie die vielen Busse einzeln(!) auf überdimensionierte Floose mit Motor verladen werden und leicht schaukelnd über den Titicacasee "gefahren" kommen. Auf der anderen Seite können wir unseren Bus wieder besteigen. Nach einer guten halben Stunde Weiterfahrt kommen wir in Copacabana an. Wir beziehen im Hotel Merana ein Zimmer. Beni und ich besteigen den Cerro Calvario. Der Weg ist sehr steil und wir benötigen eine halbe Stunde bis wir auf dem Berg stehen. Die Aussicht ist grandios.

Tag 13 09.01.2011 ISLA DEL SOL    (Fotogalerie)

Heute machen wir einen Tagesausflug auf die Isla del Sol, zu deutsch Sonneninsel. Mit dem Schiff fahren wir mit der gewohnten Verspätung um 9 Uhr los. Auf der Insel besuchen wir Ruinen der Inkas. Am späteren Nachmittag geht's mit dem Schiff zurück, machen jedoch auf der Insel noch mal einen Zwischenhalt. In Copacobana angelangt gehen wir ins Hotel um uns wieder frisch zu machen. Später gehen wir essen, welches mir offenbar nicht gut bekommt. Fisch lässt grüssen. Ich muss mich die ganze Nacht übergeben und habe demzufolge eine ziemlich unruhige Nacht.

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