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Las VeGas

Las Vegas ist kaum mehr wieder zu erkennen. Wir waren vor dreissig Jahren schon mal in dieser Stadt. Damals noch einigermassen überblickbar. Und heute?
Diese Stadt ist gewachsen, ist riesig geworden im Vergleich zu damals. Und es wir immer noch emsig gebaut.
Wir geniessen unsere verbleibende Zeit hier in der Wüste, sind im pulsierenden Nachtleben unterwegs, besuchen eine Show, gehen auf das höchste Riesenrad der Welt, sind beim Lake Mead und besichtigen den Hoover Dam. Hier erleben wir den Hitzerekord auf unserer Reise mit 118 Fahrenheit. (47,77 Grad C.)
Heute Nacht feiern wir nochmals Las Vegas und morgen gehts schon wieder zurück in die Schweiz.

Wir freuen uns auf die Rückreise in unsere Heimat und dennoch verspüren wir ein bisschen Wehmut. Eine unsagbare Reise durch Alaska, Yukon, British Columbia, USA hat in uns viel ausgelöst. Wir wissen nun einmal mehr, wie schön unser Planet Erde doch ist, wie vielfältig die Natur ist. Wie gut Menschen und Tiere miteinander den vorhandenen Raum teilen können.
Also tragen wir Sorge zur Erde, damit die Menschheit und die Tiere noch Jahrhunderte an ihr Freude haben können.

Von Salt Lake City nach Las Vegas 27.07. – 03.08.2019

Nun nehmen wir den letzten Abschnitt unserer Reise unter die Räder. Bei regnerischem Wetter fahren wir in Salt Lake City los. Es dauert nicht lange, haben wir aber wieder den gewohnten blauen Himmel. Die Temperaturen haben sich nun zwischen 35 und 40 Grad Celsius eingependelt. Wurden wir doch bis jetzt vom Gegenwind relativ verschont, ändert es sich nun. Der Südwind bläst und um die Ohren, wir kommen kaum mehr voran. Zudem gilt es über einen Bergkamm zu fahren. Nach über 110 Kilometern im Wind draussen, kommen wir in Delta an. Unsere Kräfte sind aufgebraucht. Noch schlimmer ist das Wissen, dass die nächste Etappe über 120 km durch die Wüste führt. Die Wüste ist zwar flach, aber dort wehen Winde bis 60 km stark. Unmöglich in solchen Winden eine solche Strecke in einem Tag zu schaffen. Ein Warte Tag in Delta mit der Hoffnung, der Wind möge uns einen Tag später gnädig sein, bringt nicht den gewünschten Erfolg. So heuern wir kurz entschlossen einen Mann an, der uns mit Sack und Pack durch die Wüste führt. Wir fahren anschliessend noch eine kleine Strecke mit den Fahrrädern, nun fängt es auch noch an zu Regnen. In einem kleinen Dorf finden wir keine Unterkunft, dürfen aber unser Zelt auf dem Dorfplatz unter einem Dach im Trockenen aufstellen. Nun wird es auch noch kalt. Es ist nur noch 19 Grad, wir sind uns solche Temperaturen nicht mehr gewohnt.
Nun ist auch der Strassenverlauf nicht mehr rosig. Damit wir überhaupt weiter nach Süden gelangen, kommen wir nicht darum die Autobahn zu benutzen. Zwar nur 25 km, bevor wir wieder auf andere Strassen ausweichen können. Die Strassensituation wird für uns nicht besser. Zu einem grossen Teil der restlichen Strecke nach Las Vegas, müssten wir die für Velos verbotene Interstate Nr. 15 in Anspruch nehmen. So beschliessen wir, wohl oder übel, die 100 km bis in die Wüstenstadt mit dem Auto zurück zu legen. Nach der Ankunft in Las Vegas wissen wir, dies war ein guter Entscheid, wäre zu gefährlich gewesen.
Nun machen wir noch paar Tage Las Vegas unsicher – und sprengen den Jackpot. 🤗😆

Salt Lake City 21.-25.07.2019

Nun geht es endlich weiter Richtung Süden, Richtung Salt Lake City, unserem nächsten Zwischenziel. Das Wetter ist uns mehrheitlich gut gestimmt, der Wind hält sich zurück, Regen ist keiner in Sicht und an die Temperaturen zwischen 30 und 38 Grad Celsius haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Im Grossraum Salt Lake City werden wir verwöhnt von einem Fahrradhighway. Fünzig Kilometer können wir fernab vom übrigen Verkehr, uns auf dieser Route bewegen. Es ist ein Genuss hier zu fahren. Wie wir in Salt Lake City später feststellen, ist die ganze Aglomeration versorgt, mit einem grossen Fahrradweg Netzwerk. Grossartig.

Idaho Falls 16.07.2019

Entlang einem sehr grossem, schönen See, aber mit starkem Strassenverkehr fahren wir weiter Richtung Süden. Die Gegend ist prachtvoll, aber mit dem Fahrrad hier? Man wünscht sich besseres, als hier als Vekehrshindernis unterwegs zu sein. Nun kommen wir in den Bergen an. Die Strasse ist gut. Nach anstrengender Etappe kommen wir in ein Dorf und suchen eine Unterkunft. Leider Fehlanzeige. Wir bekommen von einer Person eine Telefonnummer, dort können wir ein Zimmer buchen. Diese Unterkunft ist abseits unserer Strasse, also fahren wir dorthin, über 10 km. Endlich sind wir hier. Aber oh weh, wir sind am falschen Ort, hier weiss  niemand etwas von einer Reservation und zudem ist hier voll. Zurück keine Option. Nochmals 13 km, gottlob alles abwärts. Hier finden wir eine Unterkunft, bevor eine heftiges Gewitter losbricht.
Von hier aus können wir über 90 km! auf einem Fahrradweg fahren, immer parallel zur Haupstrasse. Hei, ist das schön.
Nun geht’s noch bergiger vorwärts, über den Lost Trail Pass. Die Gegend ist wundervoll, aber für uns Fahrradfahrer doch hart. Nach diesem Pass wir es wieder flacher und wir kommen in eine grössere Ortschaft namens Salmon. Hier hat es paar Unterkünfte, kein Problem denken wir. Nach dem 3. Motel brechen wir die Uebung ab. Jede Unterkunft ist besetzt und man sagt uns, es gebe in der Stadt kein einziges freies Bett mehr. Ausgerechnet heute, an diesem Wochenende ist ein Sportanlass, welcher das Unterkunfts Angebot auf null runter treibt. So gehen wir auf den Campground. Der Besitzer hisst vor Freude gleich die Schweizer Fahne, als er unsere Herkunft vernimmt.
Weiter geht es in ein Menschen verlassenes Hochtal rein mit gerade mal 1 kleinen Ortschaft auf 200 km Distanz. In Leadore finden wir eine Unterkunft. Hier hat es ausser paar bewohnten und paar verlassenen Häusern, noch eine Art Motel, ein Dorfladen und ein Restaurant. Sonst nichts.  Das Hochtal ist über 2000 Meter gelegen. Nun gehts abwärts Richtung Idaho Falls. Wo die Landschaft vorher bergig war, ist sie jetzt karg, braun, nur wo bewässert wird, sieht man die Farbe Grün. Bald folgen grosse Getreide- und Kartoffelfelder. Ueberall sind grosse Bewässerungsanlagen in Betrieb. Ohne diese ginge in dieser heissen und Niederschlagsarmen Gegend nichts. Endlich kommen wir in unserem Ziel in Idaho Springs

Idaho Springs
Idaho Springs

an, von hier werden wir den Yellowstone NP besuchen.

Wildlife VS Idioten 01.07.2019

Unsere weitere Reise führt uns von Banff Richtung Süden, immer wieder an schönen Landschaften vorbei. In Fernie können wir den imposanten Berg „Three Sisters“ bestaunen.
Nun besuchen wir noch ein Traumseelein, der für uns zwei zum Albtraum wird. Der See ist nicht so gross und wir wollen zu Fuss rund um das Wasser. Wir kommen nicht weit, da ist der Wanderweg mit einem Band gesperrt. Daneben steht ein Schild, dass sich Wildlife im Gebiet befinde und darum der Weg nicht benutzt werden darf. Das Warnung ist mit Datum 28./29.06. Mein Cousin will die Absperrung ignorieren und weiter gehen. Ich weigere mich und so gehen wir die andere Richtung dem See entlang welche nicht abgesperrt ist. Wir geniessen die wunderschöne Natur, die Stille und die Einsamkeit. Nach etlicher Zeit kommen wir wieder an ein Verbotsschild das Gebiet zu betreten. Das Absperrband liegt am Boden. Was nun? Wir müssen umkehren. Nein, da gehen wir durch, das Schild ist ja vom 28./29. sagt mein Begleiter und heute ist übrigens der 1. Juli. Nein, es ist zu gefährlich sage ich. Na komm, ist kein Problem ist die Antwort. Und so ignorieren wir Esel das Warnschild und gehen weiter.
DAS HÄTTEN WIR BESSER NICHT TUN SOLLEN!
Ich hinter meinem Cousin, mir ist nicht Wohl bei der Sache.
Da, plötzlich ein Geräusch, brechende Äste im Unterholz, Tritte. Ich renne los ohne mich umzudrehen, von 0 auf 100 in 1 Sekunde, renne an Edi vorbei. Genau jetzt realisiert dieser was geschieht und folgt mir. Jetzt schaue ich ein erstes Mal zurück, was denn hinter mir los sei. Keine 10 Meter hinter uns verfolgt uns eine Mutter Moose (Elchgattung) mit 2 Jungen. Diese Tiere werden ausgewachsen 2.10-2.30 Meter gross. (Schulterhöhe) Wir rennen an den See, Puls auf 200, Ende Weg. Wie weiter? Die Moose bleibt stehen, alle 3 gehen ins Unterholz. Sie fixieren uns mit den Augen. Wir können nicht zurück. Die Mutter ist in Angriffsposition und wir haben die Hosen voll! Wir klammern uns an Äste und Zweige und gehen am Seeufer, halb trockenen Fusses in die Richtung die wir gekommen sind. Oben stehen die Tiere. Hoffentlich bleiben sie dort. Schwimmen würde uns nichts bringen, Moose schwimmen besser als wir und können mehrere Meter tief tauchen! Es gelingt uns, die Tiere nicht wieder auf Angriff zu stimmen und so kommen wir nach einer gefühlten Ewigkeit, weiter vorne wieder in unseren Weg. Nochmals schauen wir kurz zurück, ob uns kein Tier folgt und verlassen diese Gegend sehr, sehr schnell. Schneller wäre nur der Blitz.
Und was lernen wir daraus: Ignoriere NIE eine solche Warntafel. Man(n) wüsste es ja, eigentlich!

Und nein, Fotos von obiger Situation gibt es keine. Warum?

Begegnung mit einem Schwarzbären 26.06.2019


Auf unserer Tour zwischen Fort Nelson und Jasper werden wir nicht eben vom Wetter begünstigt. In dieser Zeit, regnet es vornehmlich, ab und zu scheint die Sonne. Hatten wir in Alaska meistens gutes Wetter mit angenehmen Temperaturen, ist es hier in British Columbia und Alberta das pure Gegenteil. Sehr viel Regen und Temperaturen die ungewöhnlich kalt sind.
Die Landschaft wird nach langer Eintönigkeit wieder interessanter, je näher wir Jasper kommen, desto eindrücklicher bietet sich Mutter Natur an.
Trotz aller positiven Eindrücke ist mir heute das Herz bis auf den Velosattel runter gerutscht. Ein Schwarzbär will die Strasse queren an einer Stelle, wo der Wald und die Sträucher bis an die Strasse reichen. Er denkt sich wohl, die Strasse ist frei, kein Lärm, kein Verkehr und taucht aus dem Unterholz, keine zwanzig Meter vor mir, auf die Strasse. Es sieht mich, ich sehe ihn, mache eine Vollbremse, steige ab dem Fahrrad und rufe „hei Bär, hei Bär und probiere mich gross zu machen. Doch meine weichen Knie, lassen mich wohl eher schrumpfen als grösser werden. Ich rede laut mit ihm, er zieht sich ins Unterholz zurück. Wenn doch nur ein Auto kommen würde. Ich gehe langsam auf die andere Strassenseite, beobachte den Bär im Unterholz. Der Bär sehe ich plötzlich nicht mehr, da erscheint er 50 Meter weiter oben auf der Strasse, überquert diese und fort ist er.
Bären sind schöne Tiere, aber so möchte ich keinem mehr begegnen!

Fort Nelson 22.-23.062019

Fort Nelson ist eine Gemeinde in der kanadischen Provinz British Columbia. Die Stadt ist Hauptort des Northern Rockies Regional District und liegt östlich der Rocky Mountains in der Peace-River-Region am Alaska Highway . Die Fahrt auf diesem geschichtsträchtigen Highway ist sehr abwechslungsreich. Zum einen die Landschaft und zum anderen das Wetter. Am Vormittag nur Regen, wir sind jetzt in British Columbien, hier gehört Regen zur Normalität. Nachmittags zeigt sich doch wieder die Sonne. Wir treffen auf die ersten Schwarzbären

und Büffelherden.

Mount Logan 21.06.2019

Heute gehen wir mal in die Lüfte. Ab Haines Junction fliegt uns ein Maschine zum Mount Logan – in der Eliaskette im Südwesten des kanadischen Territoriums Yukon gelegen.
Er ist mit 5959 m der höchste Berg Kanadas und nach dem Denali der zweithöchste Gipfel Nordamerikas. Wir haben Glück und können diesen wundervollen Ausflug bei schönstem Wetter geniessen.