Archiv der Kategorie: Laos

Von Luang Namtha an den Mekong 14. – 16.11.2013

Nach 10 Tagen Aufenthalt in Luang Namtha inkl. Visen Besorgung brechen wir heute auf, unsere Reise nach Thailand fortzusetzen.
Nachdem wir uns von den Berner und Deutschen Freunden verabschiedet haben, brechen wir auf. Die sehr gute Strasse führt uns durch den Dschungel. Es geht ständig auf und ab, immer wieder kommen wir an kleinen Dörfern vorbei.

Ueberall werden wir von den Kindern freudig begrüsst. Um die Mittagszeit kommen wir bereits in Viangphoukha unserem Ziel des heutigen Tages an. Die Weiterfahrt am nächsten Tag ist anstrengend. Bei grosser Hitze führt uns die Strasse durch den Dschungel. Ein wiederum ständiges auf und ab fordert unsere Kräfte.profil_laos In Donchai einem kleinen verstaubten Ort finden wir ein herabgekommenes Guesthouse. Kein Wasser, dafür Spinnennetze im Zimmer. Aber wir sind froh, überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben. Im Laufe des Tages gehen wir noch in den einzigen Dorfladen um Wasser und Proviant einzukaufen. Dort treffen wir wieder auf die Frau die uns den Zimmerschlüssel für die Unterkunft überbracht hat. Ihr Mann und sie laden uns gleich in ihr Wohnzimmer ein, das sich auch gleich im Laden befindet. Nach etlicher Zeit verabschieden wir uns und wir bekommen noch Bananen von ihnen geschenkt für unseren Weiterweg. Am nächsten Morgen sind wir früh wach und wir machen uns bereits vor sieben Uhr auf unsere letzte Etappe in Laos.P1020998 Es ist noch nicht allzu warm, was sich aber rasch ändert. Was wir die letzten zwei Tage an Steigungen gehabt haben, wird heute zu Beginn noch gedopt. Steil geht’s mal aufwärts, mal abwärts. Die Schweisstropfen fliessen. Zufälligerweise treffen wir nochmals auf die deutschen Freunde aus Luang Namtha. Wir unterhalten uns nochmals kurz mit ihnen. Die letzten zwanzig km geht es vorwiegend auf flacher Strasse weiter und plötzlich taucht vor uns der Mekong auf.


In Huayxay bringt uns die Fähre auf die andere Seite des Flusses. Wir sind nun in Thailand und irgendwie übermannt uns ein besonderes Gefühl. Wir sind in unserem Zielland angekommen.

Luang Namtha 04. – 13.11.2013

Die Zeit unseres Aufenthaltes in Luang Namtha benutzen wir um die thailändischen Visen zu besorgen. Am Sonntag fliegen wir mit der Lao Airlaines P1020868nach Vientiane der Hauptstadt von Laos. Dort beantragen wir die Visen auf der thailändischen Botschaft. Die Papiere können wir am Dienstag um 13.30 Uhr abholen. Unser Flug zurück nach Luang Namtha ist um 14.30 Uhr. Knapp erreichen wir unser Flugzeug. In unserem Guesthouse  treffen wir auf Maria und Marcel aus

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Köniz bei Bern. Sie sind zusammen mit einem deutschen Paar aus München in zwei Autos bis hierher gefahren! Während die Deutschen beabsichtigen nach Asien evtl. noch nach Australien zu verschiffen, geht’s für Maria und Marcel noch bis nach Bangkok. Dort verschiffen sie ihr Fahrzeug und die zwei fliegen zurück in die Schweiz.

Vergessene Dörfer im Dschungel 4.11.2013

Wir benutzen unsere Fahrradpause und gehen heute mit sechs anderen Personen mit Motorrädern auf eine Erkundungstour in den Dschungel. Die Strasse windet sich in unzählbaren Kurven viele km Richtung dem Länderdreieck Myanmar-Laos-China zu. P1020833Links und rechts der Strasse ist üppiger Urwald. Nach 60 km kommen wir in Muang Sing an, einer kleinen Ortschaft, umgeben von hohen Bergen. Wir besuchen den dortigen Markt wo frisches Gemüse und Obst feilgeboten wird. Aber unser eigentliches Ziel sind zwei Kleinstdörfer im Dschungel auf dem Retourweg. So machen wir uns auf den Weg zurück und kommen nach 20 km zum Punkt wo wir die Strasse verlassen müssen. Wir parken unsere fahrbaren Untersätze am Strassenrand  und gehen zu Fuss auf einem kleinen unbefestigten Strässchen weiter. Bald kommen wir an

einen Fluss. Keine Brücke, nichts. Also raus aus den Schuhen und rein ins Wasser. Wir durchqueren den Fluss und kommen auf der anderen Seite zu ein paar Häuser, umgeben von Wald. Der Anblick der Hütten, der Dorfbewohner gräbt sich bei uns „Eindringlingen“ in dem tiefsten Innern ein! P1020830
Schäbige Hütten auf Stelzen um Schutz vor wilden Tieren zu haben, Menschen die in Schmutz und Dreck leben, Kinder die uns bittend anschauen, ihnen doch etwas zu geben. Hier ist die Armut grenzenlos. Beschämt stehen wir da und wissen, wir können nicht helfen. Was wir da sehen hinterlässt bei uns Spuren. Spuren für immer. Nachdenklich verlassen wir das Dorf, verabschieden uns von den Leuten die NICHTS haben.
Wir, wo wir MEINEN alles zu haben!
Fast wortlos kehren wir zu unseren Motorrädern zurück und fahren wieder paar km weiter in ein weiteres Dorf. Hier das gleiche traurige Bild.
Auf unserer Weiterfahrt zurück nach Luang Namtha besuchen wir noch einen kleinen Wasserfall im Dschungel. Das Schöne der Natur nehmen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht richtig wahr. Zu nachhaltig sind die Eindrücke unserer Dorfbesuche. 

Ankunft in Laos 3.11.2013

Wir starten heute nicht ohne Ueberraschung.
Als wir unsere Fahrräder besteigen wollen, bemerken wir an meinem Fahrrad einen platten Hinterreifen. China meldet sich also nochmals bei uns! So flicken wir heute zum 15. Mal einen Reifen seit Einfahrt in dieses Land. Eine halbe Stunde später sitzen wir auf den Rädern und pedalen zum knapp 1 km entfernten Grenzeübergang. Unsere Vorsichtsmassnahmen, gewisse Daten auf dem Computer und das Navigationsgerät zu verstecken, erweisen sich als überflüssig, werden wir doch an der Grenze äusserst freundlich, hilfsbereit und schnell abgefertigt. China überrascht uns ein letztes Mal!

Good bye China, es war schön!

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Der Grenzübertritt nach Laos folgt schnell und unbürokratisch. Wir sind nun in einem neuen, interessanten Land und fahren auf guter Strasse Richtung Luang Namtha unserem Etappenzielort entgegen. Das Wetter ist schön und heiss und wir sind sehr erstaunt, wie sich doch die Landschaft seit dem Grenzübertritt stark verändert hat.
Grosse Reisfelder folgen den Dschungelwäldern und kurz vor Luang Namtha befinden wir uns plötzlich auf einer riesigen ebenen Landfläche, umgeben von den Bergen Laos.

In unserem heutigen Zielort buchen wir in einem Guesthouse für vorerst vier Nächte. Unsere Recherche im Internet ist ein Volltreffer. Das Guesthouse ist absolut top und das Essen, das schmeckt. Auch ohne Stäbchen…..