Archiv der Kategorie: Fotos

Auf dem Alaska Highway von Fairbanks nach Tok 08. – 12.06.2019

Unsere Fahrt beginnt in Fairbanks auf dem Richardson Highway, geht in Delta Junction auf den Alaska Highway bis zu unserem nächsten Zwischenziel in Tok. Links und rechts der Strasse begleiten uns die Wälder Alaskas,  nur unterbrochen durch Flüsse die sich durch die Landschaft schlängeln. Obschon uns das Wetter gut gesinnt ist, kann man die fernen Schneeberge meistens nicht sehen. Als ob sie sich in den Wolken verstecken wollten, vor unseren neugierigen Blicken.

Auf dem Dalton Highway nach Deadhorse 01.06.-04.06.2019

Auf dem Dalton Highway bringt uns das Auto nach Deadhorse. Wir überqueren den Yukon River, fahren über den Polarkreis und kommen  in Coldfoot einer Servicestation an. Hier stellen wir unser Hotel in Form des Zeltes auf, nach einer über 420 km langen Fahrt.  Weiter geht es wieder über 400 km auf zum Teil sehr holpriger Naturpiste, über den Atigunpass auf 1415 Höhe im Brooks Gebirge.

An unserer Seite immer die Transalaska Oelpipeline. Nach enstrengender Fahrt kommen wir in Deadhore an. Der Ort besteht nur aus paar Unterkünften für 4000 bis 5000 Personen die hier im Oelgeschäft tätig sind. Nach einer Registrierung können wir mit 4 anderen Personen, geführt durch einen ehemaligen Polizeichef, den ganzen Ort besichtigen. Firma reiht sich an Firma, Oelförderanlagen an Pipelines. Nun kommen wir zum arktischen Meer, dürfen dort den Bus verlassen. Es ist kalt, bitter kalt und ein eisiger Wind weht uns um die Ohren. Eisbären werden uns wohl nicht erwarten, dazu ist die Eisschicht noch zu dicht und die noch weit draussen. Aber sag niemals nie….. Wir sind froh, den warmen Bus wieder besteigen zu können. Dieser bringt uns wieder zurück zum Ausgangspunkt. Noch am gleichen Tag treten wir die Rückfahrt Richtung Fairbanks an, wo wir am nächsten Tag, nach einer Reifenpanne wieder ankommen.

Die Fahrt nach Prudhoe Bay hat sich gelohnt, die Landschaft, das Eismeer, sowie das Wildlife wie arktischer Fuchs, arktische Grundeichhörnchen, Grizzlybären, Moschusochse, Polarhasen, Karibus und verschiedene Vogelarten haben während dieser vier Tage unser Leben bestimmt.

Denali State Park 27.05.-30.05.2019

Wir gehen hinein in den Denali State Park, mit der Hoffnung, den Mount Denali vielleicht doch zu sehen. Wie uns gesagt wird, kommen wegen dem Wetter nur rund 30% der Besucher des Parks in den Genuss, den höchsten Berg Nordamerikas zu sehen. Das Wetter gestern hat uns nicht so viel Hoffnung gemacht, war es doch kalt, windig und vor allem regnerisch. Aber heute ist uns der Wettergott offenbar gut gesindt und die Sonne mag sich zeigen. Auch wenn es zu Beginn noch relativ kalt und sehr windig ist, nehmen wir den Denali-Tripp voller Zuversicht in Angriff. Wir freuen uns auf das Wildlife des Denali State Park. Wir sind ausgerüstet, um uns gegen allfällige Bärenangriffe zur Wehr zu setzen und hoffen, dass wir diesen schönen und mächtigen Tieren auch begegnen. Der Gesundheit zu liebe, vielleicht nicht in all zu naher Entfernung.

Wir haben unsägliches Glück, neben vier Tagen schönem Wetter, begegnen wir vielen Wildtieren. Neben anderen auch Elche und eben auch Bären. Eine Grizzly Bärin mit ihren 2 Kindern. Da bist du einfach nur noch sprachlos und staunst. Angst?
Und auch der gute Mount Denali zeigt sein Mitgefühl und zeigt stolz seine Flanken.

Trujillo – Lima 18./19.04.2017

Nun nehme ich also die letzte Etappe meiner Veloreise von Cartagena nach Lima in Angriff.
Aus schon besagten Gründen mache ich es mir mal gemütlich und nehme den Nachtbus.
Wider Erwarten fährt dieser pünktlich um genau 21.30 Uhr los. Ich bin sehr erstaunt, dieser Bus ist sehr modern. Jeder Sitz hat seinen eigenen TV Bildschirm, es werden Kopfhörer verteilt und Programme können selber gewählt werden. Es wird sogar noch eine kleinere Mahlzeit verteilt.
Aber irgendwann lassen mich TV und Essen kalt und ich schlafe ein. Zwischendurch erwache ich, orientiere mich am genauen Standort und schlafe sofort weiter. Es ist morgens um halb sieben und wir erreichen Lima. Die Bushaltestelle dieser Gesellschaft ist mitten in der Stadt. Für dorthin brauchen wir nochmals fast drei Stunden. Der Verkehr in dieser Stadt ist mehr stehend, denn fahrend. Endlich kommen wir an, ich nehme meine Utensilien in Empfang, die restlichen sechs Kilometer zum Hotel muss ich noch auf dem Velo bewältigen.
Lima hat ein gut ausgebautes Fahrrad Strassennetz, leider nicht auf meiner Route. So schlängle ich mich durch den unsagbaren Verkehr, gerade dort wo ein wenig Platz vorhanden ist. Das Hotel hätte ich aus strategischen Gründen liebend gerne in der Nähe des Flughafens bezogen, aus Sicherheitsgründen aber „wohne“ ich jetzt im Stadtteil Miraflores. Hier ist man sicher und braucht keine Angst vor Ueberfällen zu haben. Kommt dazu, dass dieser Stadtteil sehr gemütlich ist, mit vielen Restaurants, Läden und  grünen Parks mit vielen Blumen. Hier mache ich es mir gemütlich bis ich wieder in die Schweiz zurückkehre.

Chiclayo – Trujillo 12.04. – 15.04.2017

Die Strecke wird nun immer wie öder. Die Vegetation weicht mehr und mehr dem Sand und der Wind bläst nun jeden Tag stärker in mein Gesicht.
Nun bin ich endgültig in der Wüste draussen. Ich nähere mich dem Dorf Paijan, das im Internet nicht eben die besten Noten erhält. Genannt werden dort zahlreiche Ueberfälle, von Schurkenstaat ist die Rede. Ich probiere solche Meldungen zu verdrängen. Die Schurken warten ja nicht auf mich, bis ich komme und schlagen dann zu, probiere ich mich zu beruhigen. Aber hier holt mich die Vergangenheit ein, alles was ich letztes Jahr auf Sumatra erlebt habe, kommt wieder in mir hoch.
Achtung, dort ein stehendes Auto am Strassenrand mit zwei verdächtigen Personen. Ich nehme sie in meinen Radar und fahre vorbei. Sie haben wohl eine Autopanne! Und dort was ist das? Wiederum paar jugendliche Personen, was machen die? Alles scheint mir verdächtig und ich bin hoch wachsam.
Ich bin froh, als ich diese Ortschaft hinter mir weiss, aber die Wüste ist gross und dort bin ich ziemlich einsam. Wie bin ich froh, es passiert nichts.
Plötzlich stehe ich am „Ende“ der Ruta Panamericana. Die Unwetter haben einen Fluss so steigen lassen, dass er sich nun einen anderen Lauf gesucht hat und die Strasse auf mehreren hundert Metern weg gespült hat.
Also wieder paar Kilometer zurück und dann eine weiträumige Umfahrung des Problems. Nach fast dreissig zurück gelegten Kilometern, bin ich schlussendlich nur paar hundert Meter weiter, als bei der Umkehrstelle.
Die Wüste hält mich nun gefangen, der Wind bläst Orkan mässig von Süd-/Südwest, also voll mir ins Gesicht. Es geht nur noch zögerlich vorwärts. Und so müsste ich ab Trujillo der nächsten Stadt, bis Lima noch gut 500 km fahren. In diesem Moment ist mein Entschluss schnell gefasst. Diese Windtorturen in der Wüste draussen erspare ich mir, ich werde von dort mit dem Bus an mein Endziel fahren.

Sullana – Chiclayo 07.04. – 09.04.2017

In Sullana verlasse ich die Panamericana, welche via die Stadt Piura weiter südwärts führt. Ich fahre zuerst Richtung Osten, anschliessend den Anden entlang bis Chiclayo.
Ich nehme so zwar einen Umweg von 80 km in Kauf, kann aber dafür die Sechura Wüste umfahren. Über 200 km Sand, Einöde, Hitze und Wind bleiben mir so erspart.

Dafür kämpfe ich gegen Wassermassen, durchquere staubfressend oder Wasser/Schlamm watend Dörfer, welche eher einer Schutthalde denn einem bewohnten Gebiet gleichen, treffe auf weggespülte Strassen und werde mal selber beim queren eines Flusses weggespült. Ehe ich’s mir versehe, reisst das Wasser mein Rad auf der glitschigen Unterlage unter den Füssen weg und ich lege mich der Länge nach neben den fahrbaren Untersatz in das seicht warme Nass. Ein nachfahrendes Auto kommt das Ganze mit, zwei Personen steigen aus dem Auto und helfen mir der misslichen Lage zu entkommen. Sie bieten mir auch gleich noch an, mich bis ins nächste Dorf mit zu nehmen. Ich lehne dankend ab, ausser ein paar Schürfwunden am Knöchel und am Knie ist nichts weiter passiert.
Nun komme ich in Chiclayo an, mache einen zwei tägige Rast und fahre anschliessen auf der Panamericana weiter, immer allgemeine Richtung Lima.