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Fort Nelson 22.-23.062019

Fort Nelson ist eine Gemeinde in der kanadischen Provinz British Columbia. Die Stadt ist Hauptort des Northern Rockies Regional District und liegt östlich der Rocky Mountains in der Peace-River-Region am Alaska Highway . Die Fahrt auf diesem geschichtsträchtigen Highway ist sehr abwechslungsreich. Zum einen die Landschaft und zum anderen das Wetter. Am Vormittag nur Regen, wir sind jetzt in British Columbien, hier gehört Regen zur Normalität. Nachmittags zeigt sich doch wieder die Sonne. Wir treffen auf die ersten Schwarzbären

und Büffelherden.

Mount Logan 21.06.2019

Heute gehen wir mal in die Lüfte. Ab Haines Junction fliegt uns ein Maschine zum Mount Logan – in der Eliaskette im Südwesten des kanadischen Territoriums Yukon gelegen.
Er ist mit 5959 m der höchste Berg Kanadas und nach dem Denali der zweithöchste Gipfel Nordamerikas. Wir haben Glück und können diesen wundervollen Ausflug bei schönstem Wetter geniessen.

Auf dem Alaska Highway von Fairbanks nach Tok 08. – 12.06.2019

Unsere Fahrt beginnt in Fairbanks auf dem Richardson Highway, geht in Delta Junction auf den Alaska Highway bis zu unserem nächsten Zwischenziel in Tok. Links und rechts der Strasse begleiten uns die Wälder Alaskas,  nur unterbrochen durch Flüsse die sich durch die Landschaft schlängeln. Obschon uns das Wetter gut gesinnt ist, kann man die fernen Schneeberge meistens nicht sehen. Als ob sie sich in den Wolken verstecken wollten, vor unseren neugierigen Blicken.

Auf dem Dalton Highway nach Deadhorse 01.06.-04.06.2019

Auf dem Dalton Highway bringt uns das Auto nach Deadhorse. Wir überqueren den Yukon River, fahren über den Polarkreis und kommen  in Coldfoot einer Servicestation an. Hier stellen wir unser Hotel in Form des Zeltes auf, nach einer über 420 km langen Fahrt.  Weiter geht es wieder über 400 km auf zum Teil sehr holpriger Naturpiste, über den Atigunpass auf 1415 Höhe im Brooks Gebirge.

An unserer Seite immer die Transalaska Oelpipeline. Nach enstrengender Fahrt kommen wir in Deadhore an. Der Ort besteht nur aus paar Unterkünften für 4000 bis 5000 Personen die hier im Oelgeschäft tätig sind. Nach einer Registrierung können wir mit 4 anderen Personen, geführt durch einen ehemaligen Polizeichef, den ganzen Ort besichtigen. Firma reiht sich an Firma, Oelförderanlagen an Pipelines. Nun kommen wir zum arktischen Meer, dürfen dort den Bus verlassen. Es ist kalt, bitter kalt und ein eisiger Wind weht uns um die Ohren. Eisbären werden uns wohl nicht erwarten, dazu ist die Eisschicht noch zu dicht und die noch weit draussen. Aber sag niemals nie….. Wir sind froh, den warmen Bus wieder besteigen zu können. Dieser bringt uns wieder zurück zum Ausgangspunkt. Noch am gleichen Tag treten wir die Rückfahrt Richtung Fairbanks an, wo wir am nächsten Tag, nach einer Reifenpanne wieder ankommen.

Die Fahrt nach Prudhoe Bay hat sich gelohnt, die Landschaft, das Eismeer, sowie das Wildlife wie arktischer Fuchs, arktische Grundeichhörnchen, Grizzlybären, Moschusochse, Polarhasen, Karibus und verschiedene Vogelarten haben während dieser vier Tage unser Leben bestimmt.

Denali State Park 27.05.-30.05.2019

Wir gehen hinein in den Denali State Park, mit der Hoffnung, den Mount Denali vielleicht doch zu sehen. Wie uns gesagt wird, kommen wegen dem Wetter nur rund 30% der Besucher des Parks in den Genuss, den höchsten Berg Nordamerikas zu sehen. Das Wetter gestern hat uns nicht so viel Hoffnung gemacht, war es doch kalt, windig und vor allem regnerisch. Aber heute ist uns der Wettergott offenbar gut gesindt und die Sonne mag sich zeigen. Auch wenn es zu Beginn noch relativ kalt und sehr windig ist, nehmen wir den Denali-Tripp voller Zuversicht in Angriff. Wir freuen uns auf das Wildlife des Denali State Park. Wir sind ausgerüstet, um uns gegen allfällige Bärenangriffe zur Wehr zu setzen und hoffen, dass wir diesen schönen und mächtigen Tieren auch begegnen. Der Gesundheit zu liebe, vielleicht nicht in all zu naher Entfernung.

Wir haben unsägliches Glück, neben vier Tagen schönem Wetter, begegnen wir vielen Wildtieren. Neben anderen auch Elche und eben auch Bären. Eine Grizzly Bärin mit ihren 2 Kindern. Da bist du einfach nur noch sprachlos und staunst. Angst?
Und auch der gute Mount Denali zeigt sein Mitgefühl und zeigt stolz seine Flanken.

Sullana – Chiclayo 07.04. – 09.04.2017

In Sullana verlasse ich die Panamericana, welche via die Stadt Piura weiter südwärts führt. Ich fahre zuerst Richtung Osten, anschliessend den Anden entlang bis Chiclayo.
Ich nehme so zwar einen Umweg von 80 km in Kauf, kann aber dafür die Sechura Wüste umfahren. Über 200 km Sand, Einöde, Hitze und Wind bleiben mir so erspart.

Dafür kämpfe ich gegen Wassermassen, durchquere staubfressend oder Wasser/Schlamm watend Dörfer, welche eher einer Schutthalde denn einem bewohnten Gebiet gleichen, treffe auf weggespülte Strassen und werde mal selber beim queren eines Flusses weggespült. Ehe ich’s mir versehe, reisst das Wasser mein Rad auf der glitschigen Unterlage unter den Füssen weg und ich lege mich der Länge nach neben den fahrbaren Untersatz in das seicht warme Nass. Ein nachfahrendes Auto kommt das Ganze mit, zwei Personen steigen aus dem Auto und helfen mir der misslichen Lage zu entkommen. Sie bieten mir auch gleich noch an, mich bis ins nächste Dorf mit zu nehmen. Ich lehne dankend ab, ausser ein paar Schürfwunden am Knöchel und am Knie ist nichts weiter passiert.
Nun komme ich in Chiclayo an, mache einen zwei tägige Rast und fahre anschliessen auf der Panamericana weiter, immer allgemeine Richtung Lima.

Quito – Huaquillas 24.03. – 30.03.17

Nun ist es soweit. Bea zusammen mit Pit, und ich gehen ab jetzt unsere eigenen Wege. Wir trennen uns mit weinendem Herzen. Es war schön mit ihnen zusammen zu reisen.
Ich verabschiede mich von Maja und Bruna, an dieser Stelle nochmals Danke für Alles.
Meine Route führt mich zuerst von Quito nach Santa Domingo de los Colorados, von dort zwischen Anden und Pazifik südwärts.
Das Wetter hier ist bis jetzt nicht viel besser als in den Anden, es ist nass, feucht, aber sehr viel wärmer.
Ich fahre vorbei an riesigen Bananplantagen, über denen ständiger Fluglärm herrscht. Flugzeuge kreisen über den Feldern und lassen ihre Pestizide ab. Alles was sich drunter befindet, wird besprüht. Das sind nicht zuletzt die Bauern, welche ihre Häuser in den Plantagen haben. Gesund nennt sich anders.

Nebst Bananen wird hier auch viel Kakao angebaut. Vorbei geht’s an grossen Plantagen und ab und zu  an Kakaobohnen Trocknungen. Ich degustiere eine solche Frucht. In diesem Zustand noch, wirkt sie bitter. Kaum zu glauben, dass dies ein Grundprodukt für die Schokoladeherstellung ist.
Mein Entscheid an einem Tag ca. 130 km zu radeln, wurde eines Morgens schon vor dem Start zum Fake degradiert. Nun hat es auch mein Fahrrad erwischt. Zuerst gilt es den Platten zu flicken am Vorderrad. Es verwundert auch nicht, das Dorf hier ist ein einziger Dreckhaufen! Beim Flicken des Rades merke ich, dass das schon länger ramponierte Vorderrad, sich nicht mehr ohne Wiederstand drehen lässt. Zwar ist der Bremseffekt nicht sonderlich gross, aber meine Kraft will ich auf die Strasse bringen und nicht so verpuffen. Also will ich in diesem Dorf ein Ersatzrad kaufen. Fehlanzeige. Also werde ich in der nächsten Ortschaft Ausschau halten für einen Ersatz.

Auf der Weiterfahrt wird nun mein Fahr Rhythmus von einer überfluteten Strasse gebrochen. Ausweichen ist unmöglich. Hier sind Felder, Häuser also eigentlich alles unter Wasser. Also muss ich hier durch, ob ich will oder nicht. Es graust und ist nicht ungefährlich bei diesem Verkehr. Ich fahre rein in die Wassermassen. Bis 40 cm ist hier die Fahrbahn unter, auf einer Länge von ca. 500 Metern nur Wasser. Fahren ist leider nur ganz kurz möglich, die Wellen, verursacht von Bussen und Lastwagen, schwemmen mich sozusagen neben die Strasse. Dort stehe ich unvermittelt bis fast zu den Knien im Wasser, meine vorderen Gepäcktaschen haben die Wassermassen ausgeklinkt, sie liegen nun im Nass. So arbeite ich mich gehenderweise weiter vor, bis ich wieder trockene Strasse unter den Füssen habe. Und nass bin ich mittlerweile von Kopf bis Fuss und zwar Pudelnass. Die grossen Fahrzeuge haben das Ihrige dazu beigetragen, dass ich auch von oben geduscht wurde. Am Abend duschen bräuchte ich jetzt eigentlich nicht mehr.

Zu guter Letzt versagt heute auch noch meine Lesebrille, sie hat offenbar die Torturen dieses Tages nicht gut bekommen.
Aber da fehlt ja noch mein neues Vorderrad. Ich finde einen „Velomech“, aber die hiesigen Räder sind wie bei uns vor –zig Jahren. Und so lasse ich es sein und hoffe, dass ich so durchkomme. Ist mir zwar irgendwie nicht so wohl dabei.
Und so treffe ich in Huaquillas ein, meiner letzten Ortschaft in Ecuador. Hier bleibe ich zwei Tage, bevor ich am 2. April in Peru einfahre.

Bienvenida en los Andes 11.02. – 16.02.2017

Nach gut 2 Wochen Angewöhnungs- und Einfahrzeit gelangen wir nun zusehend in die Andenregion. Entlang der zentralen Kordillere Bergkette fahren wir zunächst auf relativ flachem Terrain, welches  mehr und mehr von Wald bewachsen ist.
Nun werden die Strassen immer steiler und zum Teil auch ziemlich anforderungsreich bezüglich des Zustands. Bewohnt ist die Gegend nur noch spärlich, ab und zu ein paar Häuser am Strassenrand, deren Besitzer verschiedene Waren zum Kauf anbieten. Leider treffen wir auf mehr Hunde als Häuser, welche uns regelmässig mehr oder weniger liebenswürdig mit lautem Gekläffe begrüssen und unsere Pedalumdrehungen in die Höhe schnellen lassen. Nun gelangen wir vorübergehend und schweisstreibend auf eine Meereshöhe von über 2600 Meter, bevor es wieder tausend Höhenmeter abwärts geht. Vorbei sind nun die 40 Grad oder mehr am Schatten, bei 25 Grad ist es uns auch angenehm. Lediglich in der Nacht und am morgen früh fällt das Thermometer auf 12-13 Grad. In Barbosa einer wiederum grösseren Ortschaft legen wir nun eine 2 tägige Pause ein, dann geht’s ab, die letzten knapp 200 km Richtung Bogota. Wir sind definitiv in den Anden angekommen.

Bienvenida en los Andes – Willkommen in den Anden.