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Sullana – Chiclayo 07.04. – 09.04.2017

In Sullana verlasse ich die Panamericana, welche via die Stadt Piura weiter südwärts führt. Ich fahre zuerst Richtung Osten, anschliessend den Anden entlang bis Chiclayo.
Ich nehme so zwar einen Umweg von 80 km in Kauf, kann aber dafür die Sechura Wüste umfahren. Über 200 km Sand, Einöde, Hitze und Wind bleiben mir so erspart.

Dafür kämpfe ich gegen Wassermassen, durchquere staubfressend oder Wasser/Schlamm watend Dörfer, welche eher einer Schutthalde denn einem bewohnten Gebiet gleichen, treffe auf weggespülte Strassen und werde mal selber beim queren eines Flusses weggespült. Ehe ich’s mir versehe, reisst das Wasser mein Rad auf der glitschigen Unterlage unter den Füssen weg und ich lege mich der Länge nach neben den fahrbaren Untersatz in das seicht warme Nass. Ein nachfahrendes Auto kommt das Ganze mit, zwei Personen steigen aus dem Auto und helfen mir der misslichen Lage zu entkommen. Sie bieten mir auch gleich noch an, mich bis ins nächste Dorf mit zu nehmen. Ich lehne dankend ab, ausser ein paar Schürfwunden am Knöchel und am Knie ist nichts weiter passiert.
Nun komme ich in Chiclayo an, mache einen zwei tägige Rast und fahre anschliessen auf der Panamericana weiter, immer allgemeine Richtung Lima.

Quito – Huaquillas 24.03. – 30.03.17

Nun ist es soweit. Bea zusammen mit Pit, und ich gehen ab jetzt unsere eigenen Wege. Wir trennen uns mit weinendem Herzen. Es war schön mit ihnen zusammen zu reisen.
Ich verabschiede mich von Maja und Bruna, an dieser Stelle nochmals Danke für Alles.
Meine Route führt mich zuerst von Quito nach Santa Domingo de los Colorados, von dort zwischen Anden und Pazifik südwärts.
Das Wetter hier ist bis jetzt nicht viel besser als in den Anden, es ist nass, feucht, aber sehr viel wärmer.
Ich fahre vorbei an riesigen Bananplantagen, über denen ständiger Fluglärm herrscht. Flugzeuge kreisen über den Feldern und lassen ihre Pestizide ab. Alles was sich drunter befindet, wird besprüht. Das sind nicht zuletzt die Bauern, welche ihre Häuser in den Plantagen haben. Gesund nennt sich anders.

Nebst Bananen wird hier auch viel Kakao angebaut. Vorbei geht’s an grossen Plantagen und ab und zu  an Kakaobohnen Trocknungen. Ich degustiere eine solche Frucht. In diesem Zustand noch, wirkt sie bitter. Kaum zu glauben, dass dies ein Grundprodukt für die Schokoladeherstellung ist.
Mein Entscheid an einem Tag ca. 130 km zu radeln, wurde eines Morgens schon vor dem Start zum Fake degradiert. Nun hat es auch mein Fahrrad erwischt. Zuerst gilt es den Platten zu flicken am Vorderrad. Es verwundert auch nicht, das Dorf hier ist ein einziger Dreckhaufen! Beim Flicken des Rades merke ich, dass das schon länger ramponierte Vorderrad, sich nicht mehr ohne Wiederstand drehen lässt. Zwar ist der Bremseffekt nicht sonderlich gross, aber meine Kraft will ich auf die Strasse bringen und nicht so verpuffen. Also will ich in diesem Dorf ein Ersatzrad kaufen. Fehlanzeige. Also werde ich in der nächsten Ortschaft Ausschau halten für einen Ersatz.

Auf der Weiterfahrt wird nun mein Fahr Rhythmus von einer überfluteten Strasse gebrochen. Ausweichen ist unmöglich. Hier sind Felder, Häuser also eigentlich alles unter Wasser. Also muss ich hier durch, ob ich will oder nicht. Es graust und ist nicht ungefährlich bei diesem Verkehr. Ich fahre rein in die Wassermassen. Bis 40 cm ist hier die Fahrbahn unter, auf einer Länge von ca. 500 Metern nur Wasser. Fahren ist leider nur ganz kurz möglich, die Wellen, verursacht von Bussen und Lastwagen, schwemmen mich sozusagen neben die Strasse. Dort stehe ich unvermittelt bis fast zu den Knien im Wasser, meine vorderen Gepäcktaschen haben die Wassermassen ausgeklinkt, sie liegen nun im Nass. So arbeite ich mich gehenderweise weiter vor, bis ich wieder trockene Strasse unter den Füssen habe. Und nass bin ich mittlerweile von Kopf bis Fuss und zwar Pudelnass. Die grossen Fahrzeuge haben das Ihrige dazu beigetragen, dass ich auch von oben geduscht wurde. Am Abend duschen bräuchte ich jetzt eigentlich nicht mehr.

Zu guter Letzt versagt heute auch noch meine Lesebrille, sie hat offenbar die Torturen dieses Tages nicht gut bekommen.
Aber da fehlt ja noch mein neues Vorderrad. Ich finde einen „Velomech“, aber die hiesigen Räder sind wie bei uns vor –zig Jahren. Und so lasse ich es sein und hoffe, dass ich so durchkomme. Ist mir zwar irgendwie nicht so wohl dabei.
Und so treffe ich in Huaquillas ein, meiner letzten Ortschaft in Ecuador. Hier bleibe ich zwei Tage, bevor ich am 2. April in Peru einfahre.

Bienvenida en los Andes 11.02. – 16.02.2017

Nach gut 2 Wochen Angewöhnungs- und Einfahrzeit gelangen wir nun zusehend in die Andenregion. Entlang der zentralen Kordillere Bergkette fahren wir zunächst auf relativ flachem Terrain, welches  mehr und mehr von Wald bewachsen ist.
Nun werden die Strassen immer steiler und zum Teil auch ziemlich anforderungsreich bezüglich des Zustands. Bewohnt ist die Gegend nur noch spärlich, ab und zu ein paar Häuser am Strassenrand, deren Besitzer verschiedene Waren zum Kauf anbieten. Leider treffen wir auf mehr Hunde als Häuser, welche uns regelmässig mehr oder weniger liebenswürdig mit lautem Gekläffe begrüssen und unsere Pedalumdrehungen in die Höhe schnellen lassen. Nun gelangen wir vorübergehend und schweisstreibend auf eine Meereshöhe von über 2600 Meter, bevor es wieder tausend Höhenmeter abwärts geht. Vorbei sind nun die 40 Grad oder mehr am Schatten, bei 25 Grad ist es uns auch angenehm. Lediglich in der Nacht und am morgen früh fällt das Thermometer auf 12-13 Grad. In Barbosa einer wiederum grösseren Ortschaft legen wir nun eine 2 tägige Pause ein, dann geht’s ab, die letzten knapp 200 km Richtung Bogota. Wir sind definitiv in den Anden angekommen.

Bienvenida en los Andes – Willkommen in den Anden.  

 

auf der Carretera Austral durch Patagonien

Wir sind froh, dass es endlich weiter geht und wir Puerto Montt verlassen können. Dieser Ort findet im Ranking nicht unbedingt unter die Top hundert der sehenwertesten Städte dieser Welt!
Die Fährgesellschaft fordert uns auf, sich um Mitternacht im Hafen einzufinden. Wir können nicht nachvollziehen warum, denn das Fährschiff fährt um 03.00 Uhr erst los.
Also sind wir um 24 Uhr, wie geheissen vor Ort  und warten. Um 02 Uhr werden wir Radler als erste auf die Fähre beordert, welche dann auch pünktlich um 03 Uhr loslegt.
Zehn Stunden später kommen wir in Chaiten an.

Nun hat sich die Wettersituation grundlegend geändert. In Santiago noch bei über 30 Grad, erdulden wir jetzt Temperaturen von 5 bis 20 Grad. Sonnenschein ist die Ausnahme, Regen die Regel und der Wind gehört zu Patagonien wie Salz in die Suppe. Und Salz fehlt in dieser, …..meistens nie…. Bis jetzt haben wir Glück, vielfach unterstützt er unsere Beinarbeit. Und mit dieser geht es die ersten 40 km auf Teerbelag, zugleich werden es vorläufig dann auch die Letzten sein…! Die Strasse ist mal ruppig, mal wellig, mal löchrig, oder gleich alles zusammen auf einmal und mal ähnelt sie einem Bachbett, wo ein zügiges Vorankommen nur ein Wunschdenken ist. Aber wir geniessen die Fahrt in diesen einsamen Gegenden in wunderbaren Landschaften. Die Carretera Austral ist in den nächsten Wochen unserer Wegweiser. Was wird sie uns noch alles zeigen?

Wir kommen an Silvester in La Junta an und suchen eine Unterkunft. Aber doch nicht an Silvester……da haben wir geschlossen und feiern, kommt doch nächstes Jahr wieder. Dies scheint die Devise hier zu sein. Nach x-vergeblichen Versuchen geben wir es auf und gehen zum einzigen Hotel in diesem Nest, dafür ist es teuer! Auf unseren vergeblichen Versuch den Preis runter zu handeln, meint der Chef, dass wir hier nicht auf dem Markt seien! Also beissen wir in den sauren, resp. teuren Apfel. In Porto Poyuhuapi einem kleinen idillischen Ort am Meer gelegen bleiben wir einen Tag. Dieser Ort wurde am 10. Januar 1935 von 4 Deutschen gegründet. Von einer Tochter des einen Gründers, erfahren wir so manches und spannendes über die Entstehungsgeschichte. Von hier aus radeln wir bis in den Nationalpark Queulat, wo wir die nächste Nacht im Freien übernachten. Für einmal ist uns Petrus gut gesinnt, die Sonne scheint, wir bestaunen den Hängegletscher und wir können diesen Tag und die Nacht im Park so richtig geniessen. Die Weiterfahrt bringt uns schlussendlich wieder mal in eine grössere Stadt, nach Coyhaique .

Einen Tag wollen wir hier bleiben und uns für die Weiterreise rüsten.

Kurs auf Bangkok 13.12. – 15.12.2013

Nun haben wir noch 250 km bis zu unserem Ziel in Bangkok vor uns. Unsere Fahrradtour geht also unaufhaltsam ihrem Ende entgegen. Unterwegs treffen wir wieder mal, nach langer Zeit auf Fahrradreisende. Es sind vier Chinesen die von Südchina nach Bangkok und durch Vietnam wieder nach China fahren. Vor einem Einkaufsladen und bei einem kühlenden Getränk tauschen wir interessante Informationen mit ihnen aus.

Wir fahren weiter, das Sonnenlicht wird zunehmend trüber, auf den Strassen herrscht je länger je mehr Verkehr. Beides ein untrügliches Zeichen, dass wir uns Bangkok nähern. Die Reisfelder links und rechts der Strasse haben längst Gebäuden Platz gemacht und gut fünfzig Kilometer vor unserem Ziel haben wir das Gefühl schon mitten in der Grossstadt Bangkok zu sein. Noch sind wir hin und hergerissen, das nicht ungefährliche Unterfangen mit dem Fahrrad in diese Stadt  fahren, sein zu lassen und viel gescheiter ein
Taxi zu nehmen.

Zu viel haben wir an Informationen gesammelt betreffend des Risikos eines solchen Unternehmens. Leider sind es ausschliesslich negative, uns nicht gerade motivierende Berichte. Wir entscheiden uns, dass die Fahrräder uns an Ziel bringen sollen.Noch fahren wir abwechslungsweise auf der Autobahn, dann auf der Hauptstrasse, grad dort wo mehr Platz für uns Velofahrer vorhanden ist. Später werden die Strassen enger, überfüllter, es herrscht ein Gedränge sondergleichen. Der Verkehr ist enorm und es braucht unsere ganze Konzentration, damit wir die Richtige der vielen Strassen wählen. Wir sind froh, leitet uns das Navi. Ohne dieses kleine Gerät hätten wir wohl etliche Mühe diesbezüglich! Wir treffen nach 259 Reisetagen, gesund am King Power in Bangkok ein. Eine Träne läuft dem Schreibenden über die Wange. Es ist eine Glücksträne – wir haben es geschafft, wie eine Wehmutsträne – das Ende einer grandiosen Reise mit dem Fahrrad. Es ist kurz vor Mittag, was am 1.04.2013 in Budapest begonnen hat, endet am 15.12.2013 in Bangkok. Das Ende unsere Fahrradreise „mit dem Fahrrad der Sonne entgegen“.

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Chiang Rai – Chiang Mai 22. – 24.11.2013

Nach drei Tagen Aufenthalt in Chiang Rai fahren wir nun weiter Richtung unseres nächsten grösseren Zwischenziels Chiang Mai. Auf flacher Strasse kommen wir an grossen Reisfeldern vorbei, immer wieder unterbrochen von kleineren Dörfern. In Mae Suai suchen wir eine Unterkunft, finden aber keine. So fragen wir am Strassenrand eine ältere Frau, diese führt uns sogleich zu dem einzigen Hotel des Dorfes und frägt dort auch gleich für ein Zimmer. Nachdem sie sich vergewissert hat, dass wir ein Zimmer beziehen, verabschiedet sie sich freundlich und lächelnd von uns und wir bedanken uns für ihre liebenswerte Hilfe.  


Bevor wir am nächsten Morgen losfahren trinken wir an der Rezeption des Hauses noch einen feinen Kaffee, sozusagen als Doping. Die weitere Fahrt ist zunehmend wieder geprägt von Bergen. Reiskulturen sind auch überall links und rechts der Strasse vorzufinden die heute sehr einer Achterbahn ähnelt. In Ban Pong Nam Ron hat es verschiedene Heisswasserquellen, die aus dem Boden oder zum Teil aus Springbrunnen sprudeln. Wir fragen hier in einem Laden nach einer Unterkunft. Die Frau führt uns zu einem kleinen Schwedenhäuschen wo wir diese Nacht beziehen können.
Die Weiterfahrt nach Chiang Mai hält für uns noch paar kleine Ueberraschungen bereit. Immer wieder folgen kurze, aber giftige Aufstiege und wir steigen heute nochmals, und für diese Radreise das letzte Mal auf über tausend Meter über dem Meeresspiegel hoch. Nach einem gehabten Kaffee in einer schönen Parkanlage fahren wir weiter, doch nicht für lange.  Die Luft in meinem Hinterrad verflüchtigt sich und wir kommen nicht umhin, einmal mehr einen Reparaturstop einzulegen.Wenig später geht’s weiter, vermehrt wieder in flache Gebiete, Reis findet sich hier so weit das Auge reicht. Und nun sehen wir zum ersten Mal seit wir in Südostasien unterwegs sind, dass Reis durchaus auch maschinell

mit einem Raupenmähdrescher geerntet wird. Am frühen Nachmittag fahren wir in Chiang Mai ein und sehen sogleich, dass wir hier nicht die zwei einzigen Europäer sind. Dank unseres GPS finden wir auf Anhieb unser Hotel, welches mitten im Stadtzentrum liegt. 

Chiang Khong – Chiang Rai 18.11.2013

Heute ist unsere erste Etappe in Thailand.
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Auf vorwiegend flachem Terrain, mit allerdings zwei, drei happigen Steigungen geht es heute nach Chiang Rai, wo wir paar Tage bleiben werden.

Wir ertappen uns immer wieder, dass wir uns plötzlich auf der rechten, also falschen Strassenseite fortbewegen. Der Linksverkehr ist für uns Fahrradfahrer noch ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Von Luang Namtha an den Mekong 14. – 16.11.2013

Nach 10 Tagen Aufenthalt in Luang Namtha inkl. Visen Besorgung brechen wir heute auf, unsere Reise nach Thailand fortzusetzen.
Nachdem wir uns von den Berner und Deutschen Freunden verabschiedet haben, brechen wir auf. Die sehr gute Strasse führt uns durch den Dschungel. Es geht ständig auf und ab, immer wieder kommen wir an kleinen Dörfern vorbei.

Ueberall werden wir von den Kindern freudig begrüsst. Um die Mittagszeit kommen wir bereits in Viangphoukha unserem Ziel des heutigen Tages an. Die Weiterfahrt am nächsten Tag ist anstrengend. Bei grosser Hitze führt uns die Strasse durch den Dschungel. Ein wiederum ständiges auf und ab fordert unsere Kräfte.profil_laos In Donchai einem kleinen verstaubten Ort finden wir ein herabgekommenes Guesthouse. Kein Wasser, dafür Spinnennetze im Zimmer. Aber wir sind froh, überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben. Im Laufe des Tages gehen wir noch in den einzigen Dorfladen um Wasser und Proviant einzukaufen. Dort treffen wir wieder auf die Frau die uns den Zimmerschlüssel für die Unterkunft überbracht hat. Ihr Mann und sie laden uns gleich in ihr Wohnzimmer ein, das sich auch gleich im Laden befindet. Nach etlicher Zeit verabschieden wir uns und wir bekommen noch Bananen von ihnen geschenkt für unseren Weiterweg. Am nächsten Morgen sind wir früh wach und wir machen uns bereits vor sieben Uhr auf unsere letzte Etappe in Laos.P1020998 Es ist noch nicht allzu warm, was sich aber rasch ändert. Was wir die letzten zwei Tage an Steigungen gehabt haben, wird heute zu Beginn noch gedopt. Steil geht’s mal aufwärts, mal abwärts. Die Schweisstropfen fliessen. Zufälligerweise treffen wir nochmals auf die deutschen Freunde aus Luang Namtha. Wir unterhalten uns nochmals kurz mit ihnen. Die letzten zwanzig km geht es vorwiegend auf flacher Strasse weiter und plötzlich taucht vor uns der Mekong auf.


In Huayxay bringt uns die Fähre auf die andere Seite des Flusses. Wir sind nun in Thailand und irgendwie übermannt uns ein besonderes Gefühl. Wir sind in unserem Zielland angekommen.

Ankunft in Laos 3.11.2013

Wir starten heute nicht ohne Ueberraschung.
Als wir unsere Fahrräder besteigen wollen, bemerken wir an meinem Fahrrad einen platten Hinterreifen. China meldet sich also nochmals bei uns! So flicken wir heute zum 15. Mal einen Reifen seit Einfahrt in dieses Land. Eine halbe Stunde später sitzen wir auf den Rädern und pedalen zum knapp 1 km entfernten Grenzeübergang. Unsere Vorsichtsmassnahmen, gewisse Daten auf dem Computer und das Navigationsgerät zu verstecken, erweisen sich als überflüssig, werden wir doch an der Grenze äusserst freundlich, hilfsbereit und schnell abgefertigt. China überrascht uns ein letztes Mal!

Good bye China, es war schön!

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Der Grenzübertritt nach Laos folgt schnell und unbürokratisch. Wir sind nun in einem neuen, interessanten Land und fahren auf guter Strasse Richtung Luang Namtha unserem Etappenzielort entgegen. Das Wetter ist schön und heiss und wir sind sehr erstaunt, wie sich doch die Landschaft seit dem Grenzübertritt stark verändert hat.
Grosse Reisfelder folgen den Dschungelwäldern und kurz vor Luang Namtha befinden wir uns plötzlich auf einer riesigen ebenen Landfläche, umgeben von den Bergen Laos.

In unserem heutigen Zielort buchen wir in einem Guesthouse für vorerst vier Nächte. Unsere Recherche im Internet ist ein Volltreffer. Das Guesthouse ist absolut top und das Essen, das schmeckt. Auch ohne Stäbchen…..

Kashgar 08.08. – 11.08.2013

Im Herzen des alten Ostturkestan war Kashgar Knotenpunkt  der Seidenstraße. Das Zusammenleben vieler Völker in der regsamen Stadt bietet uns viele Eindrücke. Hier treffen auf engstem Raum moderne chinesische Kultur auf jahrhundertalte uigurische Tradition. Landwirtschaftliche Erzeugnisse der Oasenstadt sind Reis, Weizen, Baumwolle, Melonen und anderes Obst, denn die Felder werden intensiv bewässert. Das Militär und die Polizei sind in der Stadt omnipräsent. Zudem ist auffällig wie die Stadt per Kameras überwacht wird. Wir denken, dass dies Auswirkungen der Unruhen von 2009 sind. Die Altstadt, oder besser gesagt, was von ihr noch übrig ist, sehen wir uns mit gemischten Gefühlen an. Leider wollen die Chinesen, den grössten Teil dieser Altstadt abreissen um neuen modernen Gebäuden Platz zu machen.

Der berühmte Sonntagsmarkt  ist für uns sehr eindrücklich. Hier treffen sich Kirgisen und Uiguren, Kasachen, Usbeken, Tataren und Chinesen. Landwirte aus den Vororten von Kashgar fahren am frühen Morgen mit Fahrrädern, Motorrädern, Traktoren, Lastwagen und Eselskarren zum Markt. Auf dem Markt wird alles gehandelt, was man zum Leben braucht: von der Ziege und dem Pferd über die Backschüssel und die Kleidung bis zu Musikinstrumenten und Lederstiefeln. Wir machen uns schon früh auf den Weg, damit wir den Markt vor dem grössten Menschen Andrang geniessen können. Es sollen sich jeweilen über hunderttausend Leute dort aufhalten! Wir nehmen ab Stadt ein Taxi der besonderen Art, [flv]http://fritz-zaugg.ch/WordPress_deutsch/wp-content/uploads/2013/08/P1010687.flv[/flv]der Fahrer bringt uns sicher zum Zielort. Es ist imposant zu sehen, wie auf dem riesengrossen Platz um die Tier gefeilscht wird. Laufend kommen die Bauern mit neuen Tieren die sie möglichst gut verkaufen wollen. [flv]http://fritz-zaugg.ch/WordPress_deutsch/wp-content/uploads/2013/08/P1010711.flv[/flv]Es scheint, als drohe der Markt aus allen Nähten zu platzen. Wir zwei haben Interesse an einem Yak, aber das Transportproblem können wir nicht lösen. So lassen wir es halt sein….